Samstag, 25. Mai 2013

Easyrider und letzte Tage in Vietnam

Am 25. Mai wurden wir von Mr. Tuan und Mr. Tee mit ihren schicken Motorrädern abgeholt. Als erstes besichtigten wir ausserhalb von Hoi An drei Produktionsstätten. Zum einen durften wir sehen wir mehrere Leute von Hand Dachziegel herstellten, anschliessend Erdnussöl für den Eigenbedarf und Reispapier. Bei Letzterem durfte ich selber Hand anlegen und anschliessend mein Resultat kosten.
Weiter ging die Fahrt nach My Son. Dies sind Ruinen einer alten Tempelstadt. Einen weiteren Stopp legten wir ein um Ananasplantagen zu besichtigen und natürlich auch um sie zu essen. Wir haben selten so süsse und leckere Ananas gegessen wie hier direkt nach der Ernte. Am Nachmittag hielten wir bei einem kleinen Wasserfall um uns abzukühlen.
Übernachten taten wir in Prao, mitten in den Bergen. Am nächsten Morgen starteten wir die Weiterfahrt um 8.00 Uhr. Unsere Hintern schmerzten noch vom Vortag, aber die wunderschöne Aussicht liess uns den Schmerz vergessen (zumindest vorübergehend). Wir hielten nochmal an einem Wasserfall, aber heute war es uns zu kühl um im kalten Wasser zu planschen. Daher fuhren wir weiter. Immer wieder machten wir kleine Stopps, wo unsere Fahrer uns etwas zeigten.
Gegen 14.00 Uhr erreichten wir Hue. Da es noch so früh war, fuhren uns die Beiden zu einer schönen Pagode etwas ausserhalb der Stadt und setzten uns später direkt im Hotel ab.
Heute besichtigen wir das Highlight von Hue: die Zitadelle. Somit haben wir abgeschlossen mit den Sehenswürdigkeiten. Unsere Zeit in Vietnam endet hier in Hue nach 7 Wochen. Wir hatten tolle Erlebnisse, sehr gut gegessen, durften viel sehen und haben fantastische Leute kennengelernt. Jetzt spüren wir jedoch dass es uns weiterzieht und das ist gut so. Morgen geht es zurück ins gemächliche Laos wo wir nochmal ein paar Tage verbringen, bevor es zurück nach Thailand geht.

















Hoi An

In dieses hübsche Städtchen haben wir uns auf Anhieb verliebt. Es wird einem aber auch einfach gemacht. Die zeitweise auto-und motorradfreie Altstadt mit ihren kleinen Gassen lädt geradezu zum Schlendern ein. Am Abend ist es besonders schön, wenn überall die bunten Seidenlaternen leuchten. Viele kleine Restaurants laden zum Kaffeetrinken und Verweilen ein.
Gleich nach unserer Ankunft gönnten wir uns ein Banh Mi: das beste Sandwich der Welt! Ab jetzt schauten wir täglich bei diesem Stand vorbei. Weitere Spezialitäten: White Roses (gedämpfte Dumplings mit Crevetten Füllung), Cao lau (Nudeln mit Schweinefleisch), Bup Chuoi Tron (Bananenblumensalat mit Kräutern und Fleisch).
Wer nach Hoi An reist, tut das meistens auch noch mit einem kleinen Hintergedanken: Shopping!!! Denn hier befinden sich sehr viele Schneider, welche einem innerhalb von 24 Stunden günstig Kleider nach Mass herstellen. Oder auch Schuhe. Diese Gelegenheit haben wir natürlich genutzt. Es ist schon unglaublich, wenn ein solches Kleid weniger kostet zum Beispiel bei H&M.
Natürlich besichtigten wir auch einige Sehenswürdigkeiten. Die japanische Brücke ist ganz nett, die alten Häuser sind ok und auch sonst gibt es einige schöne Gebäude zu sehen.
Den letzten Tag verbrachten wir am Cau Dai Strand, 3 Kilometer von unserem wunderschönen Boutique
Hotel entfernt. Und auch der kann sich sehen lassen.
Ihr seht, Hoi An bietet von allem etwas, und daher waren die 5 Tage hier leider auch ganz schnell vorbei. Denn am 25. Mai um 9.00 Uhr standen pünktlich unsere zwei "Easy Riders" bereit um uns nach Hue zu fahren.












Sonntag, 19. Mai 2013

Ninh Binh - Karstlandschaft

Wenn man mit dem Fahrrad aus Ninh Binh rausfährt, erreicht man nach ungefähr einer halben Stunde eine wunderschöne Karstlandschaft. Wir mieteten uns also Räder für zwei Tage und radelten los. Zum Glück war es nicht so weit zu Fahren, denn die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder. Am ersten Tag besuchten wir Tam Coc und am zweiten Trang An.
Bei Trang An kauften wir uns Tickets für eine Bootsfahrt und liessen uns während dreieinhalb Stunden durch die atemberaubende Landschaft rudern, durchquerten immer wieder Höhlen und machten ab und zu einen Stopp bei einem Tempel. Ein wunderschönes Erlebnis.
Die Abende verbrachten wir in einem nahe gelegenen Restaurant wo nur Einheimische Essen gingen. Daher waren wir am ersten Tag auch leicht überfordert mit der rein vietnamesischen Speisekarte. Satt wurden wir natürlich trotzdem. Am zweiten Tag waren wir vorbereitet, wir hatten uns im Hotel die ganze Karte übersetzen lassen :).
Am 17. Mai um 18.00 Uhr verliess unser Nachtzug Ninh Binh in Richtung Da Nang. Von dort wollten wir gleich den Bus nach Hoi An nehmen. Leider war es bezüglich der Busse etwas schwierig an Informationen zu kommen. Wie sich herausstellte brauchten wir das auch gar nicht. Ein junger Herr, welcher mit uns im Abteil war, bot uns an uns zum Bus zu bringen. Kurzerhand setzte er uns auf zwei Motorräder der Da Nang Easyrider, welche uns zum Busbahnhof fahren sollten. Er selbst fuhr uns mit seinem Roller und seiner Familie hinterher. Während der Fahrt zum Bus boten uns die zwei Easyrider an, uns bis nach Hoi An zu fahren. Da der Preis für uns stimmte, sagten wir spontan zu. Und nicht nur das, am 23. Mai werden sie uns in Hoi An wieder abholen und für zwei Tage mit uns durch die Landschaft kurven.
Mehr zu diesem traumhaften Ort Hoi An in unserem nächsten Bericht.







Donnerstag, 16. Mai 2013

Sa Pa

Unsere Tour nach Sa Pa begann am Samstagabend mit dem Nachtzug. Um 21.10 Uhr startete die Fahrt vom Bahnhof in Hanoi. Morgens um sechs erreichten wir den Bahnhof von Lao Cai. Dort wurden wir zusammen mit anderen Leuten in einen Minivan gesteckt und die Fahrt konnte weitergehen. Eine Stunde lang fuhren wir die kurvenreiche Strasse steil bergauf. Sa Pa liegt 1600 Meter über Meer.
Nach einem eher dürftigen Frühstück begrüsste uns unser Guide Sue. Sie war in traditionellem Stil gekleidet, gleich alt wie ich und hat bereits 3 Kinder. Angesprochen auf ihre Kleidung meinte sie, dass heute die jungen Leute diese nur für die Touristen tragen (darunter sah man nämlich ein Hello Kitty Shirt). Aber die älteren Frauen würden diese tatsächlich Tag und Nacht gebrauchen.
Am ersten Tag war ein gemütlicher Spaziergang von drei Stunden geplant, welcher uns zu einem nahe gelegenen Minoritäten Dorf führte. Auf dem Weg dorthin konnten wir zwischendurch einen Einblick in den Alltag des Bergvolkes werfen. Wir legten eine Rast ein und bestaunten dabei den kleinen Wasserfall. Anschliessend wurden traditionelle Tänze und Musik dargeboten.
Den Nachmittag konnten wir individuell gestalten. Wir schlossen uns mit zwei Australiern aus unserer Gruppe zusammen und erkundeten ein wenig das Dorf. In unserer Gruppe befanden sich ausserdem noch zwei nette Brasilianerinnen.
Am zweiten Tag besuchten wir jeweils ein Dorf des schwarzen Hmong und des roten Dao Volkes. Sue konnte uns viel erzählen, da sie selber hier aufgewachsen ist. Manchmal begleiteten uns auch andere hier ansässige Frauen und suchten das Gespräch mit uns (leider nicht ohne am Schluss zu erwähnen, dass man jetzt gerne einen Blick in ihren Shop werfen darf/soll).
Gegen 15.00 Uhr waren wir zurück im Hotel und hatten noch ein wenig Zeit bis wir um 18.00 Uhr wieder nach Lao Cai gefahren wurden, wo um 20 Uhr unser Nachtzug nach Hanoi startete.
Unser Fazit: Die Landschaft von Sa Pa und Umgebung ist wunderschön, man könnte dort gut noch etwas länger verweilen. Ein Guide ist bei den näheren Zielen eigentlich nicht notwendig, man kann den Weg kaum verfehlen. Insgesamt war aber alles gut organisiert und es tat gut, für ein Mal den Anderen das Planen zu überlassen.
Wir verbrachten dann noch einen Tag zum Ausruhen in Hanoi und fuhren am 15. Mai mit dem Zug in der Holzklasse weiter nach Ninh Binh. Von dort schicken wir euch schweissgebadet ganz viel Sonnenschein, um den Regen bei euch zu vertreiben.










Freitag, 10. Mai 2013

Hanoi

Am 6. Mai stiegen wir um die Mittagszeit in den Zug in Nha Trang. 26 Stunden später erreichten wir ausgeschlafen die Hauptstadt Hanoi.
Die ersten zwei Tage liefen wir halb Hanoi zu Fuss ab und besichtigten dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Was uns sehr gut gefällt, sind die kleinen Seen die überall in der Stadt verteilt eine angenehme Atmosphäre schaffen. Des Weiteren hat Hanoi eine hübsche Altstadt mit vielen kleinen Gassen. Diese wiederum sind noch von früher her mit dem Namen der Ware beschriftet, welche man damals und zum Teil heute noch dort kaufen kann. Da gibt es dann die Aluminiumstrasse wo (fast) alle Shops Aluminiumwaren verkaufen oder eine Medizinstrasse etc. Das ist in Asien üblich und kommt daher, dass der Käufer auf der Suche nach einem Produkt für den Preisvergleich nicht weit laufen will. Hier wird ja fast überall über den Preis verhandelt. Wenn ich also einen Kochtopf kaufen will, gehe ich dahin wo es 20 Läden damit hat. Wenn mir der genannte Preis nicht passt, gehe ich einfach einen Shop weiter.
Was uns nicht so gefällt ist der Verkehr hier, welcher doch sehr laut und stinkig ist. Dafür werden wir auch hier wieder kulinarisch verwöhnt (jaja man könnte meinen wir seien die ganze Zeit nur am Essen...). Wir haben ein Restaurant gefunden, wo man in die Küche gehen kann und mit dem Finger zeigt was man gerne hätte. Sehr praktisch :). Und dann ist da noch das "Bia Hoi". Das ist ein täglich frischgebrautes Leichtbier, welches man hier fast überall trinken kann, und das für 22 Rappen pro Glas. In gewissen Gassen steht vor fast jedem Hauseingang ein Tisch mit Zwergen Stühlchen, und dort bekommt man diesen knapp 3%igen Gerstensaft frisch gezapft.
Den heutigen Tag nutzten wir nun um die Weiterreise zu organisieren, ein bisschen einzukaufen und euch auf dem Laufenden zu halten. Morgen starten wir eine Tour nach Sa Pa, wo wir hoffentlich jede Menge saftig grüne Reisfelder vor die Linse kriegen.