Donnerstag, 11. Oktober 2012

Tokyo

Wir erreichten Tokyo am Montagnachmittag und mussten uns zuerst wieder etwas ans Backpackerleben gewöhnen, nach über 2 Wochen in Georges Wohnung. Vor allem das 8er Zimmer war eine Umstellung, ist aber ganz ok, speziell wenn man die Kosten etwas tief halten will.
Am Dienstag machten wir uns auf zu unserer ersten Erkundungstour. Wir machten mit dem Bus eine Rundfahrt durch die Stadt, versuchten den Garten des Kaiserpalastes zu besichtigen (welcher leider geschlossen war) und fuhren rauf auf das TMG Building, von wo aus man eine grandiose Aussicht über die ganze Stadt hat.
Am Mittwoch standen wir etwas früher auf und gingen als erstes auf den Fischmarkt. Ganz schön beeindruckend das riesige Angebot. Danach ging es in einen Garten wo es eine wunderschöne Bonsai-Ausstellung gab. Später fuhren wir nach Akihabara (das Mekka für Elektronikgeeks) wo Louis leuchtende Augen bekam. Den Nachmittag verbrachten wir im Park und in der Shoppingmeile von Ueno (und wir waren ganz brav und haben auch gar nicht viel eingekauft).
Heute Donnerstag verbrachten wir den Tag nördlich von Tokyo, in Nikko. Hier hat es eine eindrückliche Alte Tempelanlage. Das hat uns sehr gefallen. Später schlenderten wir noch durch “unser” Viertel Asakusa und gingen lecker Tonkatsu (paniertes Schweinsschnitzel mit feinem Sösseli) essen.
Morgen geht es weiter nach Kyoto, wo jede Menge Kultur auf uns wartet. Byebye Tokyo, geil war’s und auf Wiedersehen!

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Nachtrag zu Südkorea

Am Samstag 6. Oktober machten wir am Nachmittag zu dritt einen Ausflug zum Seoul Tower. Ein schöner Spaziergang führte uns hoch und wir genossen eine grandiose Aussicht über diese Megacity. Am Abend gingen wir ein leckeres Bibimbab essen (heisse Steinschale mit Reis, verschiedenem Gemüse, Sesamöl, Chilipaste und einem rohen Ei). Yammiiii!!
Am Sonntag fuhren wir ca. 50 Kilometer hoch zur DMZ (demilitarisierte Zone). Da steht man dann am Stacheldrahtzaun oder auf der Brücke und schaut rüber nach Nordkorea. Wenn man sich klarmacht dass dies immerhin eine der am strengsten bewachten Grenzen der Welt ist, dann ist es doch ein sehr spezielles Gefühl.
Am Abend stimmten wir uns mit einem leckeren Sushi auf unsere Zeit in Japan ein und stiessen auf den Geburtstag von meinem Götti an. An dieser Stelle nochmal ein riesengrosses Dankeschön an George für die wunderschöne Zeit welche wir in Korea mit dir geniessen durften und für all die vielen Dinge wo du uns geholfen hast! Take care!
Wir sind jetzt bereits im Land der aufgehenden Sonne angekommen. Ein Update dazu folgt schon bald.
Ganz liebe Grüsse aus Tokyo von zwei glücklichen kleinen Schweizerlein!
P.S. Das Bild mit den Blumen entstand übrigens auf der Autobahn!

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Samstag, 6. Oktober 2012

Südkorea

Am Samstag 22. September trafen wir mit einer Stunde Verspätung am Incheon International Airport ein, wo wir bereits von meinem Patenonkel erwartet wurden. Wir fuhren gleich zu ihm nach Hause, welches für die kommenden zwei Wochen auch unser Zuhause war. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an George, wir hatten eine tolle Zeit bei dir!!
Die ersten paar Tage waren wir ehrlich gesagt etwas faul. Wir waren in China so viel herumgereist und hatten so viel erlebt. Das mussten wir erst einmal verdauen und wieder etwas Energie tanken (zum Beispiel mit einem Teller Barilla-Spaghetti). Wir erkundeten dann an einigen Tagen Seoul und Incheon, genossen die ganzen koreanischen Köstlichkeiten, erledigten ein paar organisatorische Dinge und genossen die Sonne.
Am Freitagabend trafen wir unsere liebe Freundin Sungjin wieder (mit ihr waren wir in der Mongolei auf der Gobitour) und gingen lecker Essen. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten gross und es ist wunderschön solche Reisebekanntschaften wiederzusehen. Sie brachte uns nach dem Essen in eine Bar wo wir auf Jarwin (auch Gobitour) warteten. Mit ihm entdeckten wir das Nachtleben von Seoul und hatten jede Menge Spass. Als wir ins Bett fielen waren unsere Nachbarn bereits wieder beim Badminton spielen.
Samstag bis Montag und dann wieder Mittwoch waren koreanische Feiertage. Auch George hatte frei und fuhr mit uns für 3 Tage an die Ostküste. Wir besuchten den Strand bei Gangneung und machten eine lustige Velotour, später ging es weiter nach Mukho wo wir eine Tropfsteinhöhle besuchten und weiter ins Mureung Valley wo wir einen schönen Spaziergang unternahmen. Des Weiteren besuchten wir das malerische alte Städtchen Hahoe mit seinen hübschen Häusern und machten uns dann auf den langen Heimweg. Die Landschaft an der Ostküste ist beeindruckend und gegessen haben wir auch immer lecker!!!
Am Mittwoch machten wir noch eine kleine Wanderung auf den Hausberg von Incheon (Gyenyang) welche mit seinen Treppenstufen ganz schön in die Beine ging. Aber einen tollen Ausblick hat man von dort oben!
Am Donnerstagmittag checkten wir im Jeongdeungsa Tempel ein. Wir hatten dort einen Tempelstay gebucht. Wir hatten viel freie Zeit. Am Abend nahmen wir an einer buddhistischen Zeremonie teil und hatten ein gemeinsames (super leckeres) Abendessen. Um 21.00 Uhr war Schlafenszeit (natürlich in getrennten Zimmern) und um 4.00 Uhr war bereits Tagwache denn um 4.30 Uhr war die Morgenzeremonie. Anschliessend gab es koreanisches Frühstück, danach verliessen wir den Tempel wieder damit wir noch etwas unternehmen konnten. Eine weitere Mahlzeit wäre aber inbegriffen gewesen.
Jetzt geniessen wir noch das letzte Wochenende bevor wir am Montag weiterfliegen nach Japan.
Häbets guet und geniesst den farbigen Herbst
Stefanie u Louis

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Sonntag, 23. September 2012

Hallo aus Südkorea

Hallo ihr lieben Leser,

nein, wir lagen nicht auf der faulen Haut in China :) Wir haben einiges erlebt und fleissig Berichte geschrieben. Als Beweis könnt ihr untenstehend 10 neue Artikel lesen! Leider war der Blog nicht zugänglich und wir konnten euch nicht auf dem Laufenden halten. Seit gestern sind wir nun in Südkorea und konnten endlich die Berichte online stellen.

Have fun und en schöne Sunntig!

Liebe Grüsse Louis und Stefanie

Samstag, 22. September 2012

Fazit nach 6 Wochen China

Viel haben wir über dieses Land im Vorfeld gehört, leider nicht nur Positives. Aber wir finden man sollte die Vorurteile über Bord werfen und sich auf China einlassen, mit allen Sinnen.
Essen: Was wir in der Schweiz an chinesischem Essen kennen ist nur ein ganz kleiner Bruchteil dessen, was dieses riesige Land an Kulinarischem zu bieten hat. Die Chinesen drücken es so aus: Süss ist der Süden, salzige der Norden, scharf der Osten und sauer der Westen. Chinesen essen sehr gerne in der Gruppe und auch für Geschäftsabschlüsse ist eine gemeinsame Mahlzeit super geeignet oder besser gesagt ein Muss. Das Essen mit den Stäbchen will gelernt sein, aber wie sagt man so schön: Übung macht den Meister! Und am besten nicht irritieren lassen, wenn einem die Einheimischen dabei lächelnd zuschauen. Geschmeckt hat es uns fast immer, das bestellen war manchmal nicht ganz so einfach (rein chinesische Speisekarten zum ankreuzen und ohne Bilder waren eine Herausforderung). Wir durften ganz verschiedene regionale Spezialitäten kosten. Und noch etwas zu der Aussage “in China essen sie Hunde”. Ja das ist richtig, wir konnten dies jedoch nur einmal auf einer Speisekarte finden und dort war es extrem teuer. Viel häufiger findet man da schon Schwein und Hühnchen. Auch Frosch und Schlange haben wir angetroffen, aber auch dies eher selten und sehr teuer noch dazu. Was etwas gewöhnungsbedürftig ist: Abgenagte Knochen, Servietten und was sonst nicht mehr gebraucht wird landet teilweise auf dem Boden. Während dem Essen wird geraucht und telefoniert was das Zeug hält und wenn eine Gruppe das Lokal verlässt kommt das Personal als erstes mit dem Besen den Boden wischen. Aber man gewöhnt sich ziemlich schnell daran (man muss dazu sagen, dass es nicht überall so extrem ist), andere Länder, andere Sitten.
Leute: Die meisten Leute begegnen einem freundlich. Mit der Kommunikation scheiterten wir häufig da wir einfach kein Wort chinesisch sprechen und auch viele Chinesen nur sehr wenig Englisch sprechen. Aber irgendwie kommt man immer ans Ziel.  Was wir besonders schön fanden: Jeweils am Morgen und nach Feierabend sieht man ganz viele Leute in den Parks Tai Chi Übungen machen, gemeinsam zu tanzen oder singen. Besonders oft sahen wir ältere Leute.
Transport: Wenn Chinesen ein Reise tun - dann haben sie vor allem jede Menge Proviant dabei. Wir sind in China öfters mit dem Zug gefahren und waren fasziniert. Um in den Bahnhof reinzukommen, muss man das Ticket und den Pass vorweisen und den Sicherheitscheck passieren. Dann geht man zu seinem Gate wie am Flughafen. Ungefähr 15 Minuten vor Abfahrt darf man einchecken und da wird dann Geschubst und Gedrängelt was das Zeug hält. Da man jedoch eine Sitzplatzreservation hat, kann man es gelassen nehmen. Die Züge sind fast immer voll (oder überfüllt je nach dem) und kaum ist der Zug abgefahren wird auch schon gegessen. Gegen Mittag duftet dann der ganze Zug nach Nudelsuppe (welche sich jeder selbst mitbringt und dank verfügbarem Heisswasser unkompliziert zubereitet werden kann) und man kann gar nicht anders als selbst auch eine solche zu essen.
Gesellschaft: Man könnte glatt vergessen dass es sich um ein sozialistisches Regierungssystem handelt, da auf den Strassen viele Luxusautos unterwegs sind und in den Einkaufsstrassen viele Nobelmarken anzutreffen sind. Wenn man ein bisschen aus den Zentren rausgeht bekommt man natürlich das krasse Gefälle zwischen Arm und Reich sofort zu spüren. Einzig der Umgang mit den Medien lässt ein totalitäres System erahnen, wie man im Internet sieht (gesperrte Internetseiten wie Facebook, Twitter, Blog Spot etc.) und auch die wenigen englischsprachigen Nachrichtensendungen scheinen doch schwer zensiert zu sein.
Städte/Landschaften/persönliche Favoriten: Es ist schwer nach so vielen Eindrücken zu sagen was einem am besten gefallen hat, da war so viel Schönes dabei. Landschaftlich sehr gefallen hat uns Yangshuo. Wir genossen die Ruhe und die Ursprünglichkeit bei unserer Velofahrt extrem. Aber auch Zhangjiajie mit seiner dramatischen Karstlandschaft war beeindruckend, einzig die vielen Touristen trübten das Bild etwas. Des Weiteren war die Fahrt durch die drei Schluchten auf dem Yangtse Fluss sehr schön. Von den Sehenswürdigkeiten blieben uns besonders die chinesische Mauer, der Sommerpalast, die verbotene Stadt, der grosse Buddha von Leshan, die Terrakotta Armee, die schönen Gärten in Suzhou und die Skyline von Shanghai in bester Erinnerung. Bei den Städten ist unser Favorit Beijing. In diesem Ort verbrachten wir die meiste Zeit und hatten immer noch das Gefühl wir könnten noch länger bleiben. Hier genossen wir natürlich auch die Zeit mit Elias und Julia, und das Abendessen mit Urs sehr. Chengdu bleibt uns zwar nicht vom Stadtbild her in besonders guter Erinnerung, aber wir hatten dort eine tolle Zeit mit Florence und Jeff (welche wir hoffentlich bald in Hongkong besuchen werden). Des Weiteren gut im Gedächtnis bleiben wird die Begegnung mit Christl und Alfred K. aus Österreich deren nette Gesellschaft auf dem Schiff sehr angenehm und unterhaltsam war. Und die tollste Unterkunft war in Guangzhou, wo unser Gastgeber uns am Familienleben teilhaben und so einen bleibenden Eindruck (hinter-)liess.
Hiermit verabschieden wir uns aus China und sind gespannt welche Spannenden Abenteuer in Südkorea auf uns warten. Liebe Grüsse von uns zwei

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Shanghai

Die letzten vier Nächte unserer sechswöchigen China Reise verbrachten wir in der Megacity Shanghai. Wow, was für eine Stadt!
Am ersten Tag machten wir einen Spaziergang auf dem Bund. An dieser berühmten Meile gibt es jede Menge Jugendstilhäuser zu sehen, viele Banken haben hier ihre imposanten Gebäude, exklusive Boutiquen und Restaurants haben sich hier niedergelassen und man hat einen fantastischen Blick auf die Skyline von Pudong auf der anderen Flussseite.
Am späteren Nachmittag besuchten wir den Yuyuan Garten aus der Ming-Dynastie. Wir genossen die schattigen Nischen und schauten den vielen Karpfen beim Spielen zu. Gegen Abend gingen wir in ein sehr bekanntes Dumpling Restaurant, standen geduldig Schlange und gaben Vollgas mit dem Herumspritzen des feurig heissen Fleischsaftes. Danach ging es zurück zum Bund wo wir die Skyline nun im Dunkeln hell erleuchtet bestaunen konnten.
Den nächsten Tag starteten wir im elegantesten Teil der Stadt, der französischen Konzession. Hier gibt es wunderbare Möglichkeiten zu Shoppen, die Strassen sind gesäumt von duzenden von Bäumen und jede Menge schöne Jugendstilhäuser schmücken die Gegend.
Den Nachmittag verbrachten wir im Teil Pudong New Area. Hier steht ein Wolkenkratzer neben dem anderen. Man findet hier zum Beispiel das World Financial Center (mit der höchsten Aussichtsplattform der Welt) oder den Oriental Pearl Tower (dreibeiniger Fernsehturm aus Gussbeton) aber auch exklusive Adressen wie das Hyatt oder das Shangri-La. Nach dem Abendessen gingen wir zum Jinmao Tower (2. höchstes Gebäude mit 420 Metern Höhe) und fuhren hoch in den 87. Stock. Hier befindet sich die Cloud 9 Bar des Grand Hyatt Hotel. Dort spazierten wir rein, gönnten uns einen Drink, genossen die Aussicht über Shanghai und haben auf unsere 6 Wochen China angestossen.
Den letzten Tag verbrachten wir entspannt im Hotelzimmer, unsere Beine waren müde vom vielen Laufen. Die Fahrt zum Flughafen war lange, aber das letzte Stück war ein besonderes Erlebnis. Wir reisten mit der Magnetschwebebahn, welche eine maximale Geschwindigkeit von 430 km/h erreichte. Das war eindrücklich.
Wir sind mit einer Stunde Verspätung in Südkorea gelandet und wurden von George herzlich empfangen. Bis bald und liebe Grüsse schicken euch Stefanie u Louis
 
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Dienstag, 18. September 2012

Suzhou

Suzhou liegt (mit dem Schnellzug) 30 Minuten von Shanghai entfernt und ist eine Kanalstadt, wobei der Charme den modernen Gebäuden etwas weichen musste.
Am ersten Tag mieteten wir uns ein Fahrrad und besuchten den “Garten des Meisters der Netze” und den “Garten der Politik meiner Wenigkeit”. Wobei wir hier den Begriff Garten etwas erklären müssen. Die Gärten wurden oft vor hunderten von Jahren von irgendwelchen wichtigen Persönlichkeiten angelegt und bestehen aus mehreren Gebäuden mit verschiedenen Hallen, und natürlich mit ganz viel Pflanzen und oftmals auch einem kleinen See/Teich.
Des Weiteren fuhren wir mit dem Fahrrad die Pingjiang Lu ab, dies ist eine Strasse am Kanal, wo man sehen kann wie Suzhou früher mal war. Die Atmosphäre hier ist super!
Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Tongli, eine weitere Kanalstadt, aber mit mehr Charme als Suzhou. Wir lösten ein Gesamtticket und konnten somit alle Sehenswürdigkeiten anschauen. Die Stadt erinnert ein wenig an Venedig und ist wunderhübsch. Auch hier gab es viele Gärten und Gebäude zu besichtigen. Am Abend gingen wir lecker Wantan essen, yammiii!!
Am Dienstag 22.September gingen wir am Morgen noch einen weiteren Garten direkt vor unserer Haustüre anschauen, bevor wir uns mit dem Zug aufmachten zu unserer letzten Station in China: Shanghai wir kommen!

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