Montag, 25. März 2013

Angkor Archäologischer Park

Die letzten drei Tage haben wir uns mit den Tempelanlagen rund um Siem Reap befasst. Zusammengefasst werden sie “Angkor Archäologischer Park” genannt. Der bekannteste Tempel von allen ist wohl Angkor Wat (für viele auch das Highlight), welcher seit 1992 der Liste des UNESCO Weltkulturerbe angehört. Ganz bekannt ist das Bild von Angkor Wat mit seinen fünf Türmen bei Sonnenauf- beziehungsweise untergang.
Auch sehr bekannt ist der Tempel Ta Prohm aus dem Film “Lara Croft: Tomb Raider”. Diese Mauern sind von Kapokbäumen und Würgefeigen überwuchert, und sind daher ein sehr beliebtes Fotomotiv. Die Samen der Pflanzen wurden übrigens durch Vögel ins Mauerwerk gebracht, wo sie anfingen zu wachsen, bis die Wurzeln den Boden erreicht  hatten.
Der archäologische Park erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 300 Quadratkilometer. Die Tempel wurden von den Königen zwischen dem 9. und 17. Jahrhundert erbaut und gerieten zwischendurch in Vergessenheit. Der Dschungel meldete sich zurück und so schauen gewisse Tempel besonders schön aus. Umso neuer ein Tempel ist, desto komplexer ist er gebaut. Dies einerseits weil neue Techniken entwickelt wurden, andererseits wollten die Könige jeweils ihre Vorgänger übertrumpfen.
Wir haben uns für drei Tage ein Tuktuk gemietet, was bei Temperaturen um 40°C eine weise Entscheidung war. Man kann das Ganze natürlich auch mit dem Fahrrad machen. Da dieser Park die Hauptattraktion von Kambodscha ist, lohnt es sich früh aufzustehen, um vor den ganzen Tourbussen da zu sein. Meistens hatten wir Glück und wir entkamen den Touristenmassen, aber immer lässt sich das natürlich nicht vermeiden, und wie das dann ausschaut seht ihr unten auf dem einen Bild.
Ich könnte jetzt noch zu jedem Tempel, welchen wir besucht haben, ein paar Fakten schreiben, aber ich glaube ich lasse doch lieber die Bilder sprechen, euch und mir zuliebe.

Ankor 028Ankor 043Ankor 049Ankor 058Ankor 063Ankor 076Ankor 078Ankor 085Ankor 092Ankor 117Ankor 121Ankor 126Ankor2 164Ankor 151Ankor 158Ankor 164Ankor2 236Ankor 177Ankor 191Ankor 216Ankor 232Ankor 272Ankor 159Angkor Wat 4 001 - KopieAngkor Wat 4 018 - KopieAngkor Wat 4 028 - KopieAngkor Wat 4 047 - KopieAnkor 206Angkor Wat 3 013Angkor Wat 4 006 - KopieAnkor 185Angkor Wat 3 030Angkor Wat 4 040 - KopieAngkor Wat 4 054 - Kopie
Map_of_Angkor_Archaeological_Park.svg(Quelle: wikimedia commons)

Donnerstag, 21. März 2013

Kratie

Die Fahrt von Banlung nach Kratie dauerte gerade mal vier Stunden (geplant waren 6-7), wir waren erstaunt. Nach der Ankunft setzten wir uns auf den riesigen Balkon von unserem Hostel, mit Blick auf den Mekong. Dort hatten wir uns mit Anna und Johannes verabredet, da sie einen anderen Bus genommen hatten als wir. Wir warteten und warteten. Bei den armen Tropfen dauerte die Fahrt im nicht klimatisierten Minivan tatsächlich 7 Stunden.
Wir schlenderten gegen Abend durch den Ort, assen Klebreis mit Kokosnuss und Bohnen im Bambusrohr und genossen ein kühles Bier in einer Dachterrassen -Bar.
Am nächsten Morgen ging Louis auf dem Markt einkaufen. Ausgerüstet mit guten (!!!) Fahrrädern, vielen Früchten, Baguettes, und Klebreis machten wir uns mit Anna und Johannes auf den Weg ins 15 Kilometer entfernte Kampie. Dieser Ort ist bekannt dafür, dass man hier Flussdelfine beobachten kann. Wir setzten uns an den Mekong und sahen tatsächlich ein paar Delfine von weitem. Die Bootsfahrt war so überrissen teuer, dass wir uns dagegen entschieden. Leider gefiel das dem Ticketverkäufer überhaupt nicht und er meinte, wir dürften dort wo wir gerade sitzen nicht weiter picknicken, dafür bräuchten wir ein Ticket für 7 Dollar pro Person kaufen. Auf diese Abzocke hatten wir keine Lust, also fuhren wir einen Kilometer weiter und wateten ein Stück durch den Fluss, bis wir ein gemütliches Plätzchen auf einer Sandbank gefunden hatten. Dort liessen wir es uns gut gehen.
Am zweiten Tag war eigentlich ein Ausflug zu viert auf die Mekong-Insel direkt vor der Haustüre geplant. Die Fahrradtour von gestern sass uns noch in den Knochen und irgendwie konnte sich keiner so richtig aufraffen. Es war schlicht zu heiss. Daher verbrachten wir einen gemütlichen Tag auf unserem Balkon und genossen am Abend noch ein letztes gemeinsames Abendessen, bevor wir uns verabschiedeten. Denn morgen früh fahren die beiden weiter nach Phnom Penh und für uns geht es nach Siem Reap zu den Tempeln von Angkor.
Liebe Anna, lieber Johannes, wir haben die Zeit mit euch zwei sehr genossen und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen! Um es mit euren Worten auszudrücken: Es war grossartig. Bis dahin wünschen wir euch safe travels und viele eindrückliche Erlebnisse. Macht es gut und danke – dafür dass ihr so normal seid ;).
Ja und wir melden uns bald wieder mit jeder Menge Bildmaterial aus Angkor. Byebye

Ankor 002Ankor 009Ankor 011Ankor 021Tadlo-Dondet 128Ankor 023

Montag, 18. März 2013

4000 Inseln–Don Det

Am Dienstag, 12. März fuhren wir von Pakxe bis in die südlichste Spitze von Laos, zu den sogenannten 4000 Inseln. Der Mekong erreicht hier mit 14 Kilometer Breite seine grösste Ausdehnung. Der Fluss gliedert sich in etliche Kanäle und so bilden sich (angeblich) 4000 Inseln. Mit etwas Glück kann man hier sogar die seltenen Irrawaddy-Delphine beobachten. Gleich unterhalb der Inseln Don Det und Don Khon befinden sich die Mekong Fälle (grösster Wasserfall von Südostasien). Kurz danach liegt die Grenze zu Kambodscha.
Der Alltag auf den Inseln ist sowohl bei den Reisenden, wie auch bei den Laoten von Gemütlichkeit geprägt. Wer hierher kommt will ausruhen, die Natur geniessen und ein bisschen die Inseln erkunden. So auch wir. Sobald man auf der Insel angekommen ist, spürt man die Ruhe, welche hier den Takt angibt, und es fällt nicht schwer, sich anzupassen.
Am ersten Tag umrundeten wir einmal die Insel Don Det zu Fuss, und haben uns dabei zwischendurch im Mekong erfrischt. Einen anderen Tag verbrachten wir auf dem Fahrrad. Damit sind wir auf die Nachbarinsel Don Khon gefahren, um den dortigen Wasserfall zu bestaunen.
In unserem Gasthaus gab es ein Restaurant, welches unter Deutsch-Laotischer Führung war. Das Essen war köstlich (vom “Zürigschnätzläts” bis zu den frischen Frühlingsrollen gab es alles was das Herz begehrt) und so assen wir fast die ganze Zeit bei Mama Leuah. Eine besonders schöne Überraschung erlebten wir am Abend unserer Ankunft. Plötzlich standen unsere zwei lieben Freunde Anna und Johannes, welche wir in Tad Lo kennengelernt hatten, vor uns. Die Wiedersehensfreude war riesig. Die nächsten Tage verbrachten wir grösstenteils zusammen, und sind dann auch gemeinsam über die Grenze nach Kambodscha gereist.
Mittlerweile sind wir alle vier in Banlung im Nordosten Kambodschas. Gestern haben wir mit dem Fahrrad einen Ausflug zum Kratersee gemacht, herrlich zum Baden. Hier in Banlung bleiben wir noch bis morgen früh, um dann einen Bus nach Kratie zu nehmen. Und dann schauen wir mal.

Tadlo-Dondet 037Tadlo-Dondet 041Tadlo-Dondet 048Tadlo-Dondet 050Tadlo-Dondet 059Tadlo-Dondet 061Tadlo-Dondet 079Tadlo-Dondet 084Tadlo-Dondet 108Tadlo-Dondet 115Tadlo-Dondet 137Tadlo-Dondet 139Tadlo-Dondet 140Tadlo-Dondet 153

Samstag, 9. März 2013

Pakxe & Tad Lo

Nach der Verschnaufpause in Vang Vieng ging es am 3. März bei strömendem Regen mit dem Bus weiter nach Vientiane. In Vientiane ist es eine Herausforderung für einen vernünftigen Preis eine anständige Unterkunft zu finden. Aber dieses Mal hatten wir ein gutes Los gezogen.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus in sechs Stunden weiter nach Thakek, wo wir am Abend eintrafen. Auch dort blieben wir nur zum Übernachten und gingen gleich am frühen Morgen zum Busbahnhof und kauften unser Ticket nach Pakxe. Aus den angekündigten sechs Stunden wurden acht, und der VIP Bus wurde kurzerhand zum Localbus umfunktioniert. Total müde kamen wir irgendwann doch noch in Pakxe an.
Dieser Ort hat nicht viel Schönes zu bieten, aber ist doch ganz anständig, so dass wir uns entschieden nach 3 Tagen im Bus einen Tag auszuruhen. Wir fanden ein schönes Guesthouse und ein paar gute Restaurants, mehr brauchen wir nicht.
Am 7. März fuhren wir mit dem Bus weiter nach Tad Lo, ein hübsches kleines Dorf auf dem Bolaven Plateau, bekannt durch seine Wasserfälle. Wir bekamen einen niegelnagelneuen Bungalow bei zwei netten Franzosen für etwa 4.50 Chf pro Nacht. Hier lässt es sich aushalten. Wir machten einen Spaziergang zu den nahegelegenen Wasserfällen, erfrischten uns im kühlen Nass, lagen in der Hängematte und lasen in unseren Büchern. So gefällt es uns!


Tadlo 009Tadlo 011Tadlo 026Tadlo 046Tadlo 058

Samstag, 2. März 2013

Phonsavan

Am 27. Februar reisten wir gleich am morgen früh wieder ab von Luang Prabang. Nach einer siebenstündigen Fahrt kamen wir in Phonsavan an.
Dieser Ort ist an sich überhaupt nichts Schönes und lädt nicht zum Verweilen ein. Der Grund, warum wir die mühsame Anfahrt hierher auf uns nahmen, ist die Ebene der Sandsteinkrüge (plains of jars). Diese Gefässe sind einen halben bis drei Meter hoch und wiegen bis zu sechs Tonnen. Das Alter wird auf 1500 bis 2000 Jahre geschätzt.
Da die angebotenen Touren nicht unseren Vorstellungen entsprachen, charterten wir uns ein Tuktuk zum ersten Feld mit den Krügen. Die Besichtigung dauerte ca. eine Stunde und war sehr interessant. Anschliessend informierten wir uns noch im Informationszentrum der Organisation MAG, welche nicht explodierte Munition (UXO) aufspürt und entschärft. Laos gilt als das am stärksten bombardierte Land der Welt. Diese UXO stammen aus dem geheimen Krieg in den 60er und 70er Jahren. Man schätzt, dass ungefähr 30% aller laotischen Dörfer noch heute solches Material aufweisen. Daher kommt es immer wieder zu (zum Teil tödlichen) Zwischenfällen (ca. 300 pro Jahr). Da der Norden von Laos (welcher am stärksten von den Bombardierungen betroffen war) sehr hügelig ist, gestaltet sich die Räumungsarbeit sehr schwierig.
Am 1. März reisten wir auch schon wieder ab, es ging zurück nach Vang Vieng, wo wir uns einen Erholungstag gönnten. Da dass Strassennetz in Laos nicht super ausgebaut ist, kann es schon mal vorkommen, dass man manche Orte zweimal besucht. Somit ist unsere Nordschleife beendet, und morgen geht es dann langsam runter in Richtung Süd Laos.

Luang Prabang 173Luang Prabang 176Luang Prabang 182Luang Prabang 192