Dienstagmorgen, 8.30 Uhr, waren wir zum Frühstück verabredet. Wir liessen uns viel Zeit, denn unser Bus fuhr erst um 11.30 Uhr. Für einmal nur mit kleinem Gepäck unterwegs, fuhren wir zum Busbahnhof von Saigon. Kien, der Schwager von Nicole, hatte sich extra 4 Tage Urlaub genommen, um mit uns und Nicole seine Familie in Dak Nong zu besuchen.
Um 12 Uhr fuhr der Bus los. Wir erwarteten eine sieben stündige Busfahrt. Umso mehr waren wir erstaunt als Kien uns nach fünf Stunden mitteilte, dass wir nun am Ziel wären.
Wir wurden auf vier Motorrädern noch die letzten Kilometer bis zum Haus von Kiens Familie gefahren. Dort erwarteten uns bereits die Eltern und die Hunde (ich nenne sie liebevoll "Gwaggli" und "Tollpatsch"), alle waren ein bisschen aus dem Häuschen! Die Familie wohnt in wunderschönster Natur, umgeben von Kaffeeplantagen in einem hübschen Haus. Die Mama Hoay hatte schon ein Festmahl zubereitet, hatte zuvor mehrere Male nachgefragt wie Louis die Ente am liebsten mag und es gab eine Riesenauswahl! Wow was für ein Empfang. Wir blieben noch lange wach, kämpften mit umherfliegenden Riesenkäfern und erzählten mit Händen, Füssen und ein paar Brocken Englisch. Todmüde fielen wir gegen Mitternacht in unser Bett.
Am nächsten Tag machten wir einen Spaziergang zum Wasserfall, wo man baden konnte. Als wir durch das Dorf schlenderten folgten uns immer mehr Kinder, alle wollten Fotos machen und gingen im Wasser plantschen. Da hierher sonst nie ein Tourist kommt (es gibt kein Gasthaus etc.) wurden wir überall eingeladen und alle winkten uns von ihren Häusern aus zu.
Zurück im Haus wurden wir erneut von Kiens Mutter verwöhnt bis wir fast platzten, daher mussten wir anschliessend in der Hängematte eine Siesta einlegen :). Am nächsten Morgen machten wir wieder einen Spaziergang, dieses Mal zu einer Baustelle wo ein Wasserkraftwerk entsteht. Danach nahmen wir eine Einladung von einem Mann an, an dessen Haus wir vorbei liefen. Louis bekam Betelnuss zu kauen, uns Frauen wurde Avocado-Eis angeboten und wir waren erneut froh, dass Kien dabei war, welcher uns übersetzen konnte. Wir sind immer wieder begeistert von der Gastfreundschaft der Asiaten. Ich denke da könnten wir Schweizer uns noch eine Scheibe davon abschneiden.
Am Nachmittag machten Louis und Kien einen Ausflug zu einem Tümpel und brachten uns den Fisch fürs Abendessen mit. Nicole und ich liessen uns derweil mit frischen Früchten verwöhnen und genossen die Ruhe in der Hängematte.
Am nächsten Morgen um sechs fuhr unser Bus zurück nach Saigon und wir liessen diesen paradiesischen Ort zurück. Wir sind unendlich dankbar für die Gastfreundschaft von Kiens Familie. Sie verwöhnten uns 2.5 Tage lang nach Strich und Faden und strahlten eine Herzlichkeit aus, die ihresgleichen sucht. Die Natur und die Ruhe in diesem Dorf sind atemberaubend und wir sind froh dass wir diesen Ort "of the beaten track" kennenlernen durften. Wir hoffen sehr, dass wir uns eines Tages bei Kien und seiner Familie revanchieren dürfen.
Umso härter war die Landung zurück im hektischen Saigon, aber wir waren entspannt genug um uns nicht stressen zu lassen!
Die Welt ist wie ein Buch! Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon (Aurelius Augustinus, 354 - 430)
Freitag, 19. April 2013
Dienstag, 16. April 2013
Saigon
Am späten Nachmittag erreichten wir Saigon und bekamen gleich mal einen Vorgeschmack auf den Verkehr in Vietnam.
Wir schlenderten einmal um den Block, assen unsere obligate Pho, schauten den Kindern bei einer Aufführung zu und liessen den Abend bei einem Bier ausklingen.
Am Sonntagmittag hatten wir uns mit Nicole (eine Freundin aus der Schweiz) verabredet. Sie brachte noch eine Kollegin mit, welche ich per Zufall auch kannte. Wir setzten uns in ein Restaurant und quatschten. Es gab viel zu erzählen, denn auch Nicole ist seit einem halben Jahr am Reisen und hat auch schon viel erlebt.
Den Nachmittag verbrachten wir im Kriegsrelikte Museum. Dies war eine bedrückende Angelegenheit. Nach einem kurzen Abstecher beim Markt ging es zurück in unser Viertel, wo wir Abendessen gingen. Später gesellte sich Kien, der Schwager von Nicole, dazu. Mit ihm zusammen werden wir am Dienstag einen Ausflug zu seiner Familie unternehmen. Wir verbrachten einen lustigen Abend miteinander.
Unser erster Stopp am Montagmorgen war ein wunderschönes Kolonialgebäude, worin die Hauptpost von Saigon untergebracht ist. Nachdem wir unser Packet verpackt und aufgegeben hatten starteten wir einen kleinen Stadtbummel, welcher uns an der Notre Dame Kathedrale, dem Stadttheater, dem alten Rathaus und einigen imposanten Hotels vorbeiführte. Danach hatten wir Hunger und besuchten ein Restaurant der speziellen Art. In einem wunderschönen Innenhof finden sich 20 ehemalige Strassenköche. Jeder bietet seine Spezialität an. Somit hat man authentisches Essen in einer angenehmen Atmosphäre - genial.
Am Nachmittag machten wir den Markt unsicher, gingen Gastgeschenke einkaufen und wir Frauen gönnten uns anschliessend eine Fussmassage.
Zum Abendessen trafen wir uns wieder mit Kien und gingen lecker vietnamesisch Essen. Dabei besprachen wir die letzten Details für morgen früh. Auf geht es nach Dak Nong!
Wir schlenderten einmal um den Block, assen unsere obligate Pho, schauten den Kindern bei einer Aufführung zu und liessen den Abend bei einem Bier ausklingen.
Am Sonntagmittag hatten wir uns mit Nicole (eine Freundin aus der Schweiz) verabredet. Sie brachte noch eine Kollegin mit, welche ich per Zufall auch kannte. Wir setzten uns in ein Restaurant und quatschten. Es gab viel zu erzählen, denn auch Nicole ist seit einem halben Jahr am Reisen und hat auch schon viel erlebt.
Den Nachmittag verbrachten wir im Kriegsrelikte Museum. Dies war eine bedrückende Angelegenheit. Nach einem kurzen Abstecher beim Markt ging es zurück in unser Viertel, wo wir Abendessen gingen. Später gesellte sich Kien, der Schwager von Nicole, dazu. Mit ihm zusammen werden wir am Dienstag einen Ausflug zu seiner Familie unternehmen. Wir verbrachten einen lustigen Abend miteinander.
Unser erster Stopp am Montagmorgen war ein wunderschönes Kolonialgebäude, worin die Hauptpost von Saigon untergebracht ist. Nachdem wir unser Packet verpackt und aufgegeben hatten starteten wir einen kleinen Stadtbummel, welcher uns an der Notre Dame Kathedrale, dem Stadttheater, dem alten Rathaus und einigen imposanten Hotels vorbeiführte. Danach hatten wir Hunger und besuchten ein Restaurant der speziellen Art. In einem wunderschönen Innenhof finden sich 20 ehemalige Strassenköche. Jeder bietet seine Spezialität an. Somit hat man authentisches Essen in einer angenehmen Atmosphäre - genial.
Am Nachmittag machten wir den Markt unsicher, gingen Gastgeschenke einkaufen und wir Frauen gönnten uns anschliessend eine Fussmassage.
Zum Abendessen trafen wir uns wieder mit Kien und gingen lecker vietnamesisch Essen. Dabei besprachen wir die letzten Details für morgen früh. Auf geht es nach Dak Nong!
Samstag, 13. April 2013
Phu Quoc
Eine knappe Woche verbrachten wir auf dieser Insel in Südvietnam. Leider
machte das Wetter nicht immer das was wir wollten, genossen haben wir das süsse
Nichtstun trotzdem. Wir hatten viel Zeit zum lesen, Louis schaute sich die
Unterwasserwelt an und die ersten Pho (Fö, vietnamesische Nudelsuppe) haben
auch geschmeckt.
Am Samstag 13.April sind wir gut erholt mit einem kleinen Propellerflugzeug nach Saigon geflogen.
Am Samstag 13.April sind wir gut erholt mit einem kleinen Propellerflugzeug nach Saigon geflogen.
Donnerstag, 11. April 2013
Kampot und Essen in Kambodscha
In Kampot hatten wir einen hübschen Bambusbungalow direkt am Fluss. Dort genossen wir die Ruhe. Zweimal statteten wir dem ein bisschen verschlafen wirkenden Dörfchen einen Besuch ab. Es hat ein paar hübsche Kaffees, Häuser im Kolonialstil, einen speziell gestalteten Kreisel… ja das wars eigentlich auch schon. Das war aber egal, denn so hatten wir viel Zeit zum Lesen und die Hängematte ausgiebig zu nutzen.








Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Kambodscha möchte ich euch einige Bilder des leckeren Essens nicht vorenthalten:
Die folgenden Bilder zeigen wie ein Koch aus einem Klumpen Teig innerhalb von 1 Minute durch Schwingen, Drehen und Tricks hauchdünne Nudeln herstellt (ohne Hilfsmittel):



Bilder von verschiedenen Märkten:






Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Kambodscha möchte ich euch einige Bilder des leckeren Essens nicht vorenthalten:
| frische Frühlingsrollen | |
| Mango-Avocado-Tomatensalsa | |
| knackiges Gemüse an Austernsauce | |
| Gemüse Sweet&Sour | |
| Lok Lak (Rindfleisch an Pfeffersauce) | |
| Klebreis im Bambusrohr (super Snack für im Bus) |
Die folgenden Bilder zeigen wie ein Koch aus einem Klumpen Teig innerhalb von 1 Minute durch Schwingen, Drehen und Tricks hauchdünne Nudeln herstellt (ohne Hilfsmittel):
Und hier das Endergebnis:
Bilder von verschiedenen Märkten:
Mittwoch, 3. April 2013
Phnom Penh–Hauptstadt
Wir kamen mitten am Nachmittag in der Hauptstadt von Kambodscha an. Als wir aus dem Bus stiegen hat es uns fast umgehauen, es war ziemlich warm.
Agoda-Sammelpunkten sei Dank, quartierten wir uns in einem wunderschönen Zimmer mit grandiosem Balkon inmitten der quirligen Stadt ein. Am ersten Abend folgten wir gleich einem Tipp den wir von anderen Reisenden hatten und gingen zu einem Italiener. So ein Richtiger, der noch richtig Italienisch spricht. Und genauso italienisch hat auch die Pizza geschmeckt. Lecker (ja zwischendurch darf das auch mal sein).
Wir verbrachten viel Zeit auf den Märkten, ohne wirklich etwas zu kaufen. Louis handelte mit den Samsung Verkäufern wie ein Grosser. Letzten Endes hatte er drei Geräte verkauft und eines neu gekauft. Des Weiteren gönnten wir uns einen neuen Haarschnitt, respektive ich tat was Gutes für meine strapazierten Füsse.
Wir entdeckten ein Restaurant, welches Nudelsuppe anbot und zwar mit hausgemachten Teigwaren. Sehr lecker und empfehlenswert. Des Weiteren stattete ich dem Touristenarzt aus England (teuer) einen Besuch ab, da ich seit zwei Wochen juckende Bisse am Arm hatte, welche immer grösser wurden (hat sich als Hautpilz herausgestellt).
Während wir die Stadt unsicher machten, organisierte unser Hotel im Hintergrund unser Dreimonatsvisum für Vietnam. Wir machen solche Angelegenheiten gerne über Agenturen, da man ansonsten relativ viel Zeit verliert, welche wir lieber in Besichtigungen investieren.
Am Montag widmeten wir uns einem traurigen Teil der Geschichte Kambodschas. Zuerst besuchten wir die “Killing Fields” etwas ausserhalb von Phnom Penh. Hier wurden zwischen 1975 und 79 tausende von Menschen durch die Hand der roten Khmer umgebracht. Um Munition zu sparen, ermordeten sie auf über 300 solcher Stätten die Menschen mit anderen brutalen Methoden. Insgesamt starben in diesen Jahren schätzungsweise zwei bis drei Millionen Kambodschaner. Anschliessend besichtigen wir das Tuol Sleng Museum (S21). Die roten Khmer nutzten diese ehemalige Schule als Folter- und Verhörzentrum. Man stelle sich vor, diese schrecklichen Dinge haben vor gerade mal 40 Jahren stattgefunden.
Wir haben übrigens herausgefunden, dass wir nicht Backpacker sondern Flashpacker sind. Wir unterscheiden uns vom Backpacker folgendermassen: wir sind mittlerweile erwachsen, verdienen eigenen Lohn, geben gerne etwas mehr Geld für Komfort aus und reisen mit Laptop und Smartphone. Wir finden diese Definition ziemlich treffend und haben darin einige Fragen geklärt bekommen.
Am Mittwoch 4.April sind wir drei Stunden in Richtung Süden gefahren und geniessen hier in Kampot die letzten Tage in Kambodscha. Am Sonntag geht es auf zu neuen Ufern, oder ab auf die Insel: Phu Quoc (Vietnam) heisst unser nächstes Ziel. Es grüssen euch herzlich zwei altgewordene Backpacker oder junggebliebene Flashpacker.






Agoda-Sammelpunkten sei Dank, quartierten wir uns in einem wunderschönen Zimmer mit grandiosem Balkon inmitten der quirligen Stadt ein. Am ersten Abend folgten wir gleich einem Tipp den wir von anderen Reisenden hatten und gingen zu einem Italiener. So ein Richtiger, der noch richtig Italienisch spricht. Und genauso italienisch hat auch die Pizza geschmeckt. Lecker (ja zwischendurch darf das auch mal sein).
Wir verbrachten viel Zeit auf den Märkten, ohne wirklich etwas zu kaufen. Louis handelte mit den Samsung Verkäufern wie ein Grosser. Letzten Endes hatte er drei Geräte verkauft und eines neu gekauft. Des Weiteren gönnten wir uns einen neuen Haarschnitt, respektive ich tat was Gutes für meine strapazierten Füsse.
Wir entdeckten ein Restaurant, welches Nudelsuppe anbot und zwar mit hausgemachten Teigwaren. Sehr lecker und empfehlenswert. Des Weiteren stattete ich dem Touristenarzt aus England (teuer) einen Besuch ab, da ich seit zwei Wochen juckende Bisse am Arm hatte, welche immer grösser wurden (hat sich als Hautpilz herausgestellt).
Während wir die Stadt unsicher machten, organisierte unser Hotel im Hintergrund unser Dreimonatsvisum für Vietnam. Wir machen solche Angelegenheiten gerne über Agenturen, da man ansonsten relativ viel Zeit verliert, welche wir lieber in Besichtigungen investieren.
Am Montag widmeten wir uns einem traurigen Teil der Geschichte Kambodschas. Zuerst besuchten wir die “Killing Fields” etwas ausserhalb von Phnom Penh. Hier wurden zwischen 1975 und 79 tausende von Menschen durch die Hand der roten Khmer umgebracht. Um Munition zu sparen, ermordeten sie auf über 300 solcher Stätten die Menschen mit anderen brutalen Methoden. Insgesamt starben in diesen Jahren schätzungsweise zwei bis drei Millionen Kambodschaner. Anschliessend besichtigen wir das Tuol Sleng Museum (S21). Die roten Khmer nutzten diese ehemalige Schule als Folter- und Verhörzentrum. Man stelle sich vor, diese schrecklichen Dinge haben vor gerade mal 40 Jahren stattgefunden.
Wir haben übrigens herausgefunden, dass wir nicht Backpacker sondern Flashpacker sind. Wir unterscheiden uns vom Backpacker folgendermassen: wir sind mittlerweile erwachsen, verdienen eigenen Lohn, geben gerne etwas mehr Geld für Komfort aus und reisen mit Laptop und Smartphone. Wir finden diese Definition ziemlich treffend und haben darin einige Fragen geklärt bekommen.
Am Mittwoch 4.April sind wir drei Stunden in Richtung Süden gefahren und geniessen hier in Kampot die letzten Tage in Kambodscha. Am Sonntag geht es auf zu neuen Ufern, oder ab auf die Insel: Phu Quoc (Vietnam) heisst unser nächstes Ziel. Es grüssen euch herzlich zwei altgewordene Backpacker oder junggebliebene Flashpacker.
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