Wenn man mit dem Fahrrad aus Ninh Binh rausfährt, erreicht man nach ungefähr einer halben Stunde eine wunderschöne Karstlandschaft. Wir mieteten uns also Räder für zwei Tage und radelten los. Zum Glück war es nicht so weit zu Fahren, denn die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder. Am ersten Tag besuchten wir Tam Coc und am zweiten Trang An.
Bei Trang An kauften wir uns Tickets für eine Bootsfahrt und liessen uns während dreieinhalb Stunden durch die atemberaubende Landschaft rudern, durchquerten immer wieder Höhlen und machten ab und zu einen Stopp bei einem Tempel. Ein wunderschönes Erlebnis.
Die Abende verbrachten wir in einem nahe gelegenen Restaurant wo nur Einheimische Essen gingen. Daher waren wir am ersten Tag auch leicht überfordert mit der rein vietnamesischen Speisekarte. Satt wurden wir natürlich trotzdem. Am zweiten Tag waren wir vorbereitet, wir hatten uns im Hotel die ganze Karte übersetzen lassen :).
Am 17. Mai um 18.00 Uhr verliess unser Nachtzug Ninh Binh in Richtung Da Nang. Von dort wollten wir gleich den Bus nach Hoi An nehmen. Leider war es bezüglich der Busse etwas schwierig an Informationen zu kommen. Wie sich herausstellte brauchten wir das auch gar nicht. Ein junger Herr, welcher mit uns im Abteil war, bot uns an uns zum Bus zu bringen. Kurzerhand setzte er uns auf zwei Motorräder der Da Nang Easyrider, welche uns zum Busbahnhof fahren sollten. Er selbst fuhr uns mit seinem Roller und seiner Familie hinterher. Während der Fahrt zum Bus boten uns die zwei Easyrider an, uns bis nach Hoi An zu fahren. Da der Preis für uns stimmte, sagten wir spontan zu. Und nicht nur das, am 23. Mai werden sie uns in Hoi An wieder abholen und für zwei Tage mit uns durch die Landschaft kurven.
Mehr zu diesem traumhaften Ort Hoi An in unserem nächsten Bericht.
Die Welt ist wie ein Buch! Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon (Aurelius Augustinus, 354 - 430)
Sonntag, 19. Mai 2013
Donnerstag, 16. Mai 2013
Sa Pa
Unsere Tour nach Sa Pa begann am Samstagabend mit dem Nachtzug. Um 21.10 Uhr startete die Fahrt vom Bahnhof in Hanoi. Morgens um sechs erreichten wir den Bahnhof von Lao Cai. Dort wurden wir zusammen mit anderen Leuten in einen Minivan gesteckt und die Fahrt konnte weitergehen. Eine Stunde lang fuhren wir die kurvenreiche Strasse steil bergauf. Sa Pa liegt 1600 Meter über Meer.
Nach einem eher dürftigen Frühstück begrüsste uns unser Guide Sue. Sie war in traditionellem Stil gekleidet, gleich alt wie ich und hat bereits 3 Kinder. Angesprochen auf ihre Kleidung meinte sie, dass heute die jungen Leute diese nur für die Touristen tragen (darunter sah man nämlich ein Hello Kitty Shirt). Aber die älteren Frauen würden diese tatsächlich Tag und Nacht gebrauchen.
Am ersten Tag war ein gemütlicher Spaziergang von drei Stunden geplant, welcher uns zu einem nahe gelegenen Minoritäten Dorf führte. Auf dem Weg dorthin konnten wir zwischendurch einen Einblick in den Alltag des Bergvolkes werfen. Wir legten eine Rast ein und bestaunten dabei den kleinen Wasserfall. Anschliessend wurden traditionelle Tänze und Musik dargeboten.
Den Nachmittag konnten wir individuell gestalten. Wir schlossen uns mit zwei Australiern aus unserer Gruppe zusammen und erkundeten ein wenig das Dorf. In unserer Gruppe befanden sich ausserdem noch zwei nette Brasilianerinnen.
Am zweiten Tag besuchten wir jeweils ein Dorf des schwarzen Hmong und des roten Dao Volkes. Sue konnte uns viel erzählen, da sie selber hier aufgewachsen ist. Manchmal begleiteten uns auch andere hier ansässige Frauen und suchten das Gespräch mit uns (leider nicht ohne am Schluss zu erwähnen, dass man jetzt gerne einen Blick in ihren Shop werfen darf/soll).
Gegen 15.00 Uhr waren wir zurück im Hotel und hatten noch ein wenig Zeit bis wir um 18.00 Uhr wieder nach Lao Cai gefahren wurden, wo um 20 Uhr unser Nachtzug nach Hanoi startete.
Unser Fazit: Die Landschaft von Sa Pa und Umgebung ist wunderschön, man könnte dort gut noch etwas länger verweilen. Ein Guide ist bei den näheren Zielen eigentlich nicht notwendig, man kann den Weg kaum verfehlen. Insgesamt war aber alles gut organisiert und es tat gut, für ein Mal den Anderen das Planen zu überlassen.
Wir verbrachten dann noch einen Tag zum Ausruhen in Hanoi und fuhren am 15. Mai mit dem Zug in der Holzklasse weiter nach Ninh Binh. Von dort schicken wir euch schweissgebadet ganz viel Sonnenschein, um den Regen bei euch zu vertreiben.
Nach einem eher dürftigen Frühstück begrüsste uns unser Guide Sue. Sie war in traditionellem Stil gekleidet, gleich alt wie ich und hat bereits 3 Kinder. Angesprochen auf ihre Kleidung meinte sie, dass heute die jungen Leute diese nur für die Touristen tragen (darunter sah man nämlich ein Hello Kitty Shirt). Aber die älteren Frauen würden diese tatsächlich Tag und Nacht gebrauchen.
Am ersten Tag war ein gemütlicher Spaziergang von drei Stunden geplant, welcher uns zu einem nahe gelegenen Minoritäten Dorf führte. Auf dem Weg dorthin konnten wir zwischendurch einen Einblick in den Alltag des Bergvolkes werfen. Wir legten eine Rast ein und bestaunten dabei den kleinen Wasserfall. Anschliessend wurden traditionelle Tänze und Musik dargeboten.
Den Nachmittag konnten wir individuell gestalten. Wir schlossen uns mit zwei Australiern aus unserer Gruppe zusammen und erkundeten ein wenig das Dorf. In unserer Gruppe befanden sich ausserdem noch zwei nette Brasilianerinnen.
Am zweiten Tag besuchten wir jeweils ein Dorf des schwarzen Hmong und des roten Dao Volkes. Sue konnte uns viel erzählen, da sie selber hier aufgewachsen ist. Manchmal begleiteten uns auch andere hier ansässige Frauen und suchten das Gespräch mit uns (leider nicht ohne am Schluss zu erwähnen, dass man jetzt gerne einen Blick in ihren Shop werfen darf/soll).
Gegen 15.00 Uhr waren wir zurück im Hotel und hatten noch ein wenig Zeit bis wir um 18.00 Uhr wieder nach Lao Cai gefahren wurden, wo um 20 Uhr unser Nachtzug nach Hanoi startete.
Unser Fazit: Die Landschaft von Sa Pa und Umgebung ist wunderschön, man könnte dort gut noch etwas länger verweilen. Ein Guide ist bei den näheren Zielen eigentlich nicht notwendig, man kann den Weg kaum verfehlen. Insgesamt war aber alles gut organisiert und es tat gut, für ein Mal den Anderen das Planen zu überlassen.
Wir verbrachten dann noch einen Tag zum Ausruhen in Hanoi und fuhren am 15. Mai mit dem Zug in der Holzklasse weiter nach Ninh Binh. Von dort schicken wir euch schweissgebadet ganz viel Sonnenschein, um den Regen bei euch zu vertreiben.
Freitag, 10. Mai 2013
Hanoi
Am 6. Mai stiegen wir um die Mittagszeit in den Zug in Nha Trang. 26 Stunden später erreichten wir ausgeschlafen die Hauptstadt Hanoi.
Die ersten zwei Tage liefen wir halb Hanoi zu Fuss ab und besichtigten dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Was uns sehr gut gefällt, sind die kleinen Seen die überall in der Stadt verteilt eine angenehme Atmosphäre schaffen. Des Weiteren hat Hanoi eine hübsche Altstadt mit vielen kleinen Gassen. Diese wiederum sind noch von früher her mit dem Namen der Ware beschriftet, welche man damals und zum Teil heute noch dort kaufen kann. Da gibt es dann die Aluminiumstrasse wo (fast) alle Shops Aluminiumwaren verkaufen oder eine Medizinstrasse etc. Das ist in Asien üblich und kommt daher, dass der Käufer auf der Suche nach einem Produkt für den Preisvergleich nicht weit laufen will. Hier wird ja fast überall über den Preis verhandelt. Wenn ich also einen Kochtopf kaufen will, gehe ich dahin wo es 20 Läden damit hat. Wenn mir der genannte Preis nicht passt, gehe ich einfach einen Shop weiter.
Was uns nicht so gefällt ist der Verkehr hier, welcher doch sehr laut und stinkig ist. Dafür werden wir auch hier wieder kulinarisch verwöhnt (jaja man könnte meinen wir seien die ganze Zeit nur am Essen...). Wir haben ein Restaurant gefunden, wo man in die Küche gehen kann und mit dem Finger zeigt was man gerne hätte. Sehr praktisch :). Und dann ist da noch das "Bia Hoi". Das ist ein täglich frischgebrautes Leichtbier, welches man hier fast überall trinken kann, und das für 22 Rappen pro Glas. In gewissen Gassen steht vor fast jedem Hauseingang ein Tisch mit Zwergen Stühlchen, und dort bekommt man diesen knapp 3%igen Gerstensaft frisch gezapft.
Den heutigen Tag nutzten wir nun um die Weiterreise zu organisieren, ein bisschen einzukaufen und euch auf dem Laufenden zu halten. Morgen starten wir eine Tour nach Sa Pa, wo wir hoffentlich jede Menge saftig grüne Reisfelder vor die Linse kriegen.
Die ersten zwei Tage liefen wir halb Hanoi zu Fuss ab und besichtigten dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Was uns sehr gut gefällt, sind die kleinen Seen die überall in der Stadt verteilt eine angenehme Atmosphäre schaffen. Des Weiteren hat Hanoi eine hübsche Altstadt mit vielen kleinen Gassen. Diese wiederum sind noch von früher her mit dem Namen der Ware beschriftet, welche man damals und zum Teil heute noch dort kaufen kann. Da gibt es dann die Aluminiumstrasse wo (fast) alle Shops Aluminiumwaren verkaufen oder eine Medizinstrasse etc. Das ist in Asien üblich und kommt daher, dass der Käufer auf der Suche nach einem Produkt für den Preisvergleich nicht weit laufen will. Hier wird ja fast überall über den Preis verhandelt. Wenn ich also einen Kochtopf kaufen will, gehe ich dahin wo es 20 Läden damit hat. Wenn mir der genannte Preis nicht passt, gehe ich einfach einen Shop weiter.
Was uns nicht so gefällt ist der Verkehr hier, welcher doch sehr laut und stinkig ist. Dafür werden wir auch hier wieder kulinarisch verwöhnt (jaja man könnte meinen wir seien die ganze Zeit nur am Essen...). Wir haben ein Restaurant gefunden, wo man in die Küche gehen kann und mit dem Finger zeigt was man gerne hätte. Sehr praktisch :). Und dann ist da noch das "Bia Hoi". Das ist ein täglich frischgebrautes Leichtbier, welches man hier fast überall trinken kann, und das für 22 Rappen pro Glas. In gewissen Gassen steht vor fast jedem Hauseingang ein Tisch mit Zwergen Stühlchen, und dort bekommt man diesen knapp 3%igen Gerstensaft frisch gezapft.
Den heutigen Tag nutzten wir nun um die Weiterreise zu organisieren, ein bisschen einzukaufen und euch auf dem Laufenden zu halten. Morgen starten wir eine Tour nach Sa Pa, wo wir hoffentlich jede Menge saftig grüne Reisfelder vor die Linse kriegen.
Nha Trang
Die Stadt an sich ist nichts Schönes, hat aber einen gepflegten Strand zu bieten. Nur leider ist den Stadtplanern ein fataler Fehler unterlaufen. Gleich neben dem Strand führt eine vierspurige Strasse durch, und erst dahinter befinden sich die Hotels. Selbst wenn man im 300 Franken teuren Hotel übernachtet, muss man, um an den Strand zu gelangen, zuerst die stark befahrene Strasse überqueren. Schade, das ginge auch anders. Dafür war der Strand dieses Mal nicht vermüllt. Louis hat an zwei Tagen Tauchausflüge unternommen und von den intakten Riffen geschwärmt.
Als Louis beim Tauchen war, habe ich wieder Mal einen Kochkurs besucht. Zuerst wurden wir mit dem Cyclo zum Markt gefahren, wo sich unsere Lehrerin ganz viel Zeit nahm, um uns alles zu erklären. Ich liebe die Märkte hier in Asien...die Düfte und das Gewusel sind einmalig...kann jeweils fast nicht aufhören zu fotografieren.
Was uns sehr gut gefiel in dieser Stadt war das kulinarische Angebot. Langsam aber sicher kristallisieren sich unsere Lieblinge heraus. Ein starker Anwärter für Platz Nummer eins auf unserer Hitliste sind die Gerichte im Tontopf geschmort. Aber auch das Huhn mit Zitronengras und Chili ist mit Vorne dabei. Zum Beispiel so:
Wir kochten: frische Frühlingsrollen mit Crevetten und Schwein (meine sehen leider eher aus wie Dick und Doof), danach gab es Fisch im Tontopf mit Wasserspinat und Reis und zum Abschluss flambierte Mango mit Eiscreme. Das war soooo Yummmiiii!
Und dann hatte unsere Kochlehrerin noch diese Spezialität parat: (Cornel bitte weggucken!!!) Wer es genauer wissen will kann sich bei mir melden. Ach und NEIN, das haben wir nicht gegessen!
Freitag, 3. Mai 2013
Mui Ne
In Mui Ne hatten wir keine grossen Pläne. Am 30. April war ein Feiertag und somit waren während vier Tagen die Preise für Unterkünfte und Transport im Himmel.
Daher beschlossen wir fünf Nächte an diesem Badeort zu bleiben, um die hohen Kosten für den Bus zu umgehen und buchten auch gleich ein Hotel vor.
Nun, das Hotel war trotz Rabatt und Spezialpreis immer noch überteuert für das Gebotene, der Strand war ziemlich schmutzig und die Preise für den Bus waren auch gleich mal um 100 Prozent teurer.
Was uns gefallen hat waren die roten Sanddünen, von wo aus man einen fantastischen Blick aufs Meer hat. Diese haben wir im Rahmen einer halbtägigen Fahrradtour besucht.
Ein weiterer Pluspunkt war ein kleines Restaurant gleich hinter unserem Hotel, wo wir tagtäglich 2 Mal zu Besuch waren und wirklich sehr lecker, günstig und authentisch gegessen haben. Nicht so gut gefallen hat uns, dass alles in russisch angeschrieben war.
Am 1. Mai ging es weiter nach Nha Trang, wo wir auf ein tolles Tauchrevier für Louis hoffen.
Daher beschlossen wir fünf Nächte an diesem Badeort zu bleiben, um die hohen Kosten für den Bus zu umgehen und buchten auch gleich ein Hotel vor.
Nun, das Hotel war trotz Rabatt und Spezialpreis immer noch überteuert für das Gebotene, der Strand war ziemlich schmutzig und die Preise für den Bus waren auch gleich mal um 100 Prozent teurer.
Was uns gefallen hat waren die roten Sanddünen, von wo aus man einen fantastischen Blick aufs Meer hat. Diese haben wir im Rahmen einer halbtägigen Fahrradtour besucht.
Ein weiterer Pluspunkt war ein kleines Restaurant gleich hinter unserem Hotel, wo wir tagtäglich 2 Mal zu Besuch waren und wirklich sehr lecker, günstig und authentisch gegessen haben. Nicht so gut gefallen hat uns, dass alles in russisch angeschrieben war.
Am 1. Mai ging es weiter nach Nha Trang, wo wir auf ein tolles Tauchrevier für Louis hoffen.
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