Die Welt ist wie ein Buch! Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon (Aurelius Augustinus, 354 - 430)
Sonntag, 4. März 2012
Vorbereitungen
- Louis ist jetzt ein Bachelor
- der internationale Führerschein wurde beantragt (und lag bereits 2 Tage später im Briefkasten)
- die Unterkunft am Baikalsee wurde gebucht
- Cablecom-Kündigung war erfolgreich
- Kaminfeger angerufen (warten auf Termin)
- erste Möbel etc. haben neue Besitzer (sind aber noch bei uns)
- Krankenkasse wurde angepasst
- ich habe einen Reisevortrag über die Philippinen besucht (WOW)
- der neue Musicplayer wird nach und nach mit Musik versehen
- Reiseführer über Moskau, Baikalsee und China wurden gewälzt
Was in nächter Zeit ansteht:
- Stefanie: letzter Impftermin nächste Woche
- Termin mit Versicherungsmensch
- schauen wie wir zu unseren Wunsch-Schuhen (Tom's Shoes) kommen
- Reiseführer über die Mongolei verschlingen
- neue Kreditkarte beantragen
- Mobiltelefon mit Dualsim besorgen
- Flug China-Seoul-Tokyo buchen
- Arzttermine abmachen
- Umzug vorbereiten
- nicht mehr gebrauchte Gegenstände verkaufen (Bei Bedarf bei Stefanie melden :) )
Mittwoch, 1. Februar 2012
Tropeninstitut
Diese zwei Spritzen hatten es jedoch in sich... ich hatte ausser einem schmerzenden Arm noch nie Probleme nach dem Impfen. Auch dieses Mal merkte ich anfangs nichts davon...doch am Donnerstag morgen wachte ich mit Kopfschmerzen auf und im Verlauf des Tages hatte ich immer stärkere Grippesymptome..bis ich abends dann mit Fieber und Schüttelfrost ins Bett ging :( Habe dann erstmal 15 Stunden durchgeschlafen und war am Freitag überhaupt nicht fit..Zum Glück hatte ich dann das ganze Wochenende zum erholen und war am Montag wieder fit zum Arbeiten. Ich hoffe jetzt ganz fest dass ich die zweite Impfung im Màrz besser vertrage.
Grüsse aus dem bitterkalten Bern, Stefanie
Samstag, 21. Januar 2012
Zurück aus der Versenkung
Ende Dezember stand ein weiterer Transa Besuch an und wir haben unsere Ausrüstung aufgestockt.
Am gleichen Tag hatten wir unseren ersten Termin bei Kira Reisen in Baden, wo wir den Start der Reise organisiert haben.
Anfang Januar war es dann soweit. Ich habe den ersten Flug gebucht. Juhuii ein grossartiges Gefühl. Am 11. Juli (gibt es ein besseres Geburtstagsgeschenk??) morgens fliegen wir nach Moskau wo wir am Nachmittag eintreffen werden. Dort haben wir die ersten Nächte im Hotel gebucht. Am 13. Juli kurz vor Mitternacht beginnt unsere Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn (längste durchgehende Eisenbahnstrecke der Welt) Richtung Sibirien. Wir werden vier Nächte und drei Tage durchfahren und erst in Irkutsk am Baikalsee wieder aussteigen. Dort haben wir einige Tage Zeit bevor wir zwei weitere Nächte im Zug verbringen werden. Das nächste Mal steigen wir in Ulan Bator (Mongolei) aus. Hier verbringen wir 2.5 Wochen bevor es nochmals für eine Nacht in den Zug geht. Mitte August endet unsere Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn in Peking. Bis hierhin ist abgesehen von den Hotels in Irkutsk und Mongolei alles gebucht. Auch um die 3 Visa wird sich das Reisebüro kümmern.
Ein weiterer Punkt auf der To do Liste welchen ich bereits streichen kann, ist die Wohnungskündigung. Wurde letzte Woche erledigt. Wir haben uns entschieden unsere Wohnung per 30.4. aufzulösen und werden die letzten zwei Monate bei Beni unterkommen.
Ja und nun zu den Dingen welche noch erledigt werden möchten in den nächsten Monaten:
- Tropeninstitut am Inselspital
- einige Termine zu vereinbaren (verschiedene Ärzte, Versicherungen, Bank, Kaminfeger, Wohnungsabgabetermin etc.)
- Telefonate
- Abklärungen
- einige Sachen beantragen (z.b. den internationalen Führerausweis)
- Umzug organisieren
- Recherchen über die voraussichtlichen Reiseländer machen
- Kündigungen verschicken
- und und und ...
Aber da ich alles mit grosser Freude mache, geht es mir ganz locker von der Hand.
Ich habe dazu auch ganz viele kleine Helferlein nämlich in Form von Listen. Da gibts dann zum Beispiel eine To do Liste oder eine Kündigungsliste, eine Ausrüstungsliste, einen grossen selbstgebastelten Wandkalender (siehe Foto) wo alle Termine fein säuberlich eingetragen werden und viele mehr. Und eine ganz grosse Hilfe ist mir immer wieder das tolle Weltreiseforum wo ich stundenlang schmöckern und träumen kann.
Zum Glück haben wir Ende April eine Woche Ferien wo wir in Ruhe umziehen, ausmisten, wegschmeissen und verkaufen können.
Ich berichte bei Gelegenheit was beim Tropenmediziner rauskam, wieviele Cocktails mir da verabreicht werden und geniesse den morgigen Regentag erst mal an der Ferienmesse Bern und schwelge in Vorfreude.
Machts gut und bis bald
Stefanie
Freitag, 2. September 2011
Sambirenteng–Alam Anda
Zum Glück haben wir uns den “Luxus” für den Schluss aufgehoben, so konnten wir uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge im schönen Alam Anda Resort einquartieren.
Louis hat noch ein paar Tauchgänge gemacht, und ich habe mich im Resort eigenen Spa verwöhnen lassen. Die vier Nächte werden uns als krönender Abschluss unserer Bali/Lombok Reise in Erinnerung bleiben.
Heute geht’s am frühen Abend in Richtung Flughafen und somit auf die ca. 26 stündige Reise zurück in die Schweiz.
Montag, 29. August 2011
Amed–Selang
Von Samstag bis Montag weilten wir in einem kleinen Dorf mit dem Namen Selang. Dies ist circa sieben Kilometer südlich von Amed. Unser Hotel nennt sich Good Karma und genau so fühlt es sich auch an Die Anlage besteht aus etwa zwölf Bungalows, welche direkt am Strand sind. Alles ist sehr natürlich gehalten. Unser Bambushüttchen hat eine Veranda mit gemütlichen Liegen, einer Hängematte und ein Open-Air Bad, welches wir uns mit Fröschen teilen
Viel machen kann man hier nicht, aber das ist auch gut so..hehe. Louis wollte eigentlich einen Tauchgang zu einem Wrack hier vor der Küste machen, doch dies hat leider nicht geklappt. Somit haben wir viel Zeit mit lesen verbracht und haben uns kulinarisch nochmal so richtig verwöhnen lassen!!
Heute Mittag werden wir abgeholt und zu unserer letzten Station Sambirenteng gefahren. Dort verbringen wir die letzten vier Nächte im Alam Anda Resort.
Freitag, 26. August 2011
Lovina
Lovina ist im Norden von Bali. Von Sanur ging es hoch in die Berge. Der Bus machte eine Pause im Bergdörfchen Bedugul, welches malerisch im Bratan-Massiv zwischen drei Bergseen gelegen ist. Dann ging es bergab bis nach Lovina. Hier ist es weniger touristisch als in Südbali aber doch ein bisschen was los. (“Wanna bai sarong? For gud lock! Looking for free!”)
Am Donnerstag machte Louis einen Tauchausflug zur Insel Menjangan, eines der schönsten Tauchgebiete welches Bali zu bieten hat. Beinahe intakte Riffe und bei den zwei Tauchgängen gabs Schildkröten und Haie zu bestaunen.
Ich ging zuerst zur Pedicure und Waxing und machte mir dann einen gemütlichen Nachmittag am Strand. Dort genoss ich eine einstündige Massage, köstliche Früchte und liess mich zu einem weiteren Shopping überreden… (Louis: lässt man Stefanie einen Tag alleine, ist gleich der ganze Strand leer gekauft )
Am Freitagmorgen standen wir um 5.30 Uhr auf. Mit einem Fischerboot fuhren wir aufs Meer hinaus. Oftmals gibt es am Morgen ganz viele Gruppen von Delfinen zu bewundern. An jeder Ecke wird eine Delfintour angeboten und auch wir wollten uns das nicht entgehen lassen. Und wir hatten Glück. Kaum waren wir genug weit rausgefahren sahen wir auch schon die ersten dieser wunderschönen Tiere. Es ist wirklich erstaunlich wie viele kleinere und grössere Gruppen sich dort aufhalten und manchmal wusste man fast nicht auf welcher Seite man jetzt schauen soll . Was das ganze perfekt machte war ein wunderschöner Sonnenaufgang aus einer fantastischen Perspektive.
Am späteren Vormittag machten wir uns dann auf den Weg zum Gitgit Wasserfall. Einer der bekanntesten und wohl der grösste Wasserfall in Bali. Ganze 40 Meter fällt das kühle, aus den Bergen kommende, Wasser die Felsen runter. Leider ist der ein Kilometer lange Weg von der Strasse bis zum Wasserfall mit Händlern gesäumt, aber ansonsten war es den Ausflug wert.
Morgen geht es nach Amed, im Nord-Westen von Bali, unsere vorletzte Station…
Donnerstag, 25. August 2011
Tetebatu
Tetebatu ist ein kleines Dörfchen am Südhang des Vulkans Gunung Rinjani und liegt ca. 500 Meter über Meer. Hier verbrachten wir 3 Nächte.
Am Sonntag machten wir mit zwei Guides vom Hotel, drei Hunden und zwei anderen Gästen eine 5 Stündige Wanderung zu einem Wasserfall. Zuerst ging es lange Zeit durch Reis- und Tabakterrassen, immer wieder sahen wir Felder voll mit Chilistauden, aber auch Kakao- und Kaffeebäume oder zwischendurch Vanille. Nach einiger Zeit liessen wir die Felder hinter uns und traten in den Dschungel ein. Bald schon erreichten wir den Eingang des Nationalparks. Von da waren es noch 1.5 Kilometer bis zum Wasserfall. Schon von Weitem hörte man das Wasser tosen und so spektakulär wie es klang war dann auch der Anblick von diesem Naturschauspiel. Wir machten eine kurze Pause, bevor es auf einem anderen Weg durch viele kleine Sasakdörfer zurück zum Hotel ging.
Am zweiten Tag hatten wir wieder eine Tour gebucht (ohne eigenes Transportmittel ist es ohne Tour fast nicht möglich etwas zu sehen, da diese Gegend nicht so touristisch ist). Dieses Mal ging es um 8.00 Uhr morgens los nach Kotaraja zum Tagesmarkt. Wow da war richtig was los. Nebst jeder Menge Gemüse, Früchte, Gewürze, Fleisch und Fisch (getrocknet und lebendig) gab es auch Kleider, Schuhe, Haushaltsartikel, Elektroniksachen, Medizin und an einer Ecke fanden wir sogar einen “Zahnarzt” welcher stolz gezogene Zähne präsentierte welche er den armen Patienten entfernt hatte.Wir konnten verschiedene Kuchen aus Klebreis probieren und assen zum ersten Mal Jackfruit…ganz lecker.
Nachher fuhren wir zu einer kleinen Hütte, wo Tofu hergestellt wurde. Wir waren sehr beeindruckt ab der harten Arbeit die hier verrichtet wird. Es sind einige Arbeitsschritte von den Sojabohnen bis zum fertigen Tofu nötig. Für ein Stück Tofu von der Grösse 50 mal 50 cm bekommen sie gerade mal 2.50 Franken…Viel zu wenig.
Später stand noch ein Besuch eines Töpferateliers und eines Bambusladens auf dem Programm. Wegen Ramadan waren sie hier leider nicht bei der Arbeit. Etwas kaufen durfte man natürlich trotzdem
Des Weiteren machten wir in einem Weberdörfchen halt. Ein junger, ehrgeiziger Balinese zeigte uns stolz sein Dorf. Er erzählte uns wie die Materialien zum Beispiel mit Mangrovenholz eingefärbt werden, wir sahen wie die Stoffe gewebt werden (die Fertigstellung eines Tuchs dauert zwischen zwei und vier Wochen). Der Mann meinte weiter: Wenn nicht gerade Ramadan ist, sind alle Frauen im Dorf mit dem Weben beschäftigt. Doch im Moment haben die meisten ihre Arbeit niedergelegt und sind Vorbereitungen am tätigen für das grosse Fest am Ende des Fastenmonats. Auch hierbei durften wir zuschauen und degustieren. Am Schluss konnten wir im Laden des jungen Mannes die Endprodukte betrachten. Er lud uns ein die Tücher und Schals für eine traditionelle Sasak-Hochzeit zu probieren (siehe Foto unten). Wir entschieden uns schlussendlich schweren Herzens gegen die Hochzeitskleidung und liessen uns stattdessen zwei grosse Tischtücher nähen aus den wunderschönen Stoffen
Ja und morgen (Dienstag) steht ein weiterer Reisetag an. Mit dem Taxi gehts in zwei Stunden nach Lembar, dort mit der Fähre zurück nach Bali, mit dem Bus nach Sanur. Dort werden wir eine Nacht übernachten und meine Brille abholen bevor es dann weiter geht nach Lovina in Nordbali.