Mittwoch, 16. Oktober 2013

Komodo Nationalpark - Liveaboard

Einen Tag blieb ich noch in Labuan Bajo, an welchem ich die Tauchausrüstung organisiert und mich mit ein paar Dingen für die 5 Tage auf dem Boot eingedeckt habe. Am nächsten Morgen ging es direkt aufs Boot. Auf dem Schiff angekommen, ging es zuerst mal in die Doppel-Kabine, die ich alleine bewohnte. Nach 30 Minuten kamen dann auch die anderen: 3 Malaysier, 2 Singapooris und ein weiterer Schweizer. Eine lustige Truppe, mit welcher es Spass gemacht hat und gut auch noch 5 Tage länger dauern könnte.

Tauchen im Komodo-Nationalpark ist wirklich nichts für Anfänger. Aber die Strömungstauchgänge sind fantastisch und teilweise abenteuerlich. Das nächste Mal werde ich dann auch einen Riff-Haken dabei haben, damit ich mich nicht mit den blossen Händen an den Felsen festhalten muss. Und der erste Tauchgang mit Abwärts-Strömung, wo die Blasen nicht mehr nach Oben sondern nach Unten ziehen, war eine tolle neue Erfahrung.
Zu sehen gab es hauptsächlich grosses Zeugs (im Norden des Nationalparks), darunter natürlich der Manta-Rochen. Bei 3 Tauchgängen konnten wir die faszinierenden aber scheuen Tiere bewundern. Des Weiteren gab es fast bei jedem Tauchgang Schildkröten, Riffhaie, Snapper, Tunfische und Barrakudas. Die Riffe sind in ausgezeichnetem Zustand, da der Park seit 1990 besteht. Die Reise lohnt sich!

Am letzten (und 6. Tag) wurden wir am Morgen in Labuan Bajo abgesetzt. Ich habe mir mit dem anderen Schweizer ein Zimmer geteilt und wir haben noch am selben Tag einen Ausflug gemacht. Nach 16 Tauchgängen in 5 Tagen  und einem halben Tag auf dem Moped war ich froh, konnte ich die Beine noch ein wenig hochlegen, bevor ich in den Flieger nach Bali stieg.

Nacktschnecke: Spanish Dancer
Chillkröte ;-)

Ich in der Strömung ohne Riff-Haken (im Hintergrund ein Exemplar mit Riff-Haken)
Manta

Nachtauchgang

Schönstes Wetter und ruige See

Sonnenuntergang vom Boot

Bei diesem Durchgang ziehts. Der Name: Shotgun!

Hier ziehts abwechselnd in alle Richtungen: Current City

Das Boot

Büffel im Kratersee

Dienstag, 8. Oktober 2013

Flores

Am 26. September ging unser Flug von Malang nach Bali. Leider blieben wir dieses Mal nur eine Nacht, doch auf dem Weg ins Restaurant begegneten wir überall bekannten Düften, es lagen wieder die kleinen Opfergaben auf dem Bürgersteig, balinesische Musik war zu hören und es fühlte sich wunderbar an, wieder hier zu sein. Ach wie hab ich mich darauf gefreut.
Am nächsten Morgen flogen wir aber schon weiter nach Labuan Bajo auf der Insel Flores. Wir flogen mit einer kleinen Propellermaschine und hatten starken Wind beim Landeanflug. Nachdem wir zweimal durchstarten mussten, teilte unser Pilot mit, dass wir weiterfliegen nach Ende. Dort standen wir eine halbe Stunde neben dem Flugzeug, ehe es hiess der Flug gehe weiter. Vierzig Minuten später erreichten wir erneut Labuan Bajo, und dieses Mal klappte es mit der Landung, auch wenn diese etwas holprig ausfiel. Uff geschafft!
Den ersten Tag verbrachten wir damit, Tour Angebote zu vergleichen und zu buchen.
Am nächsten Morgen um sieben Uhr fuhren wir raus auf die Insel Rinca. Nebst Komodo ist dies die Insel, wo man die Komodowarane sehen kann. Ein Tourismusstudent begleitete uns auf dem Rundweg durch die Savanne. Wir hatten grosses Glück und bekamen 5 von diesen faszinierenden Tieren zu sehen.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an um ein bisschen zu baden, am frühen Nachmittag waren wir zurück in Labuan Bajo.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Moni. Hier gibt es drei Kraterseen zu sehen, welche im Laufe der Jahre die Farben geändert haben und auch während des Sonnenaufgangs unterschiedlich aussehen.
Wir kamen ziemlich müde in Moni an, genossen aber das angenehme Hochlandklima total. Am ersten Tag schlenderten wir ein bisschen durch das Dorf und schauten uns den hübschen Wasserfall an. Am zweiten Tag standen wir in aller Früh auf, um den Sonnenaufgang bei den Seen zu sehen. Das Schauspiel, welches sich uns bot, war einzigartig. Der eine See war fast schwarz, einer tiefgrün bis bläulich und einer hellblau/türkis/weisslich. Zuerst war es wolkig, doch dann klarte es auf und die Aussicht war einfach nur fantastisch.
Später liefen wir mit unserem Guide in knapp 4 Stunden quer durch die Felder und Dörfer zurück nach Moni, schauten den Frauen beim Weben zu, klatschen die Hände der Schulkinder ab und kauften uns Erdbeeren direkt vom Feld. Das Laufen in der Hitze hatte uns ziemlich geschafft, daher war am Nachmittag ausruhen angesagt.
Am dritten Tag fuhren wir mit schmerzenden Muskeln zurück nach Ende. Wir checkten in einem Hostel ein, welches wohl eines der schlechtesten der ganzen Reise war und vertrieben uns die Wartezeit mit anderen Reisenden.
Am 4. Oktober morgens gingen wir zum Flughafen und warteten auf unseren Flieger. Bis Labuan Bajo flogen wir zusammen, dort stieg Louis jedoch aus und für mich ging es weiter nach Bali. Als der Flieger wieder abhob, musste ich doch ein paarmal schwer Schlucken, nach der langen Zeit des gemeinsamen Reisens ist es komisch seinen Liebsten zurückzulassen. Wir reisen jetzt für 8 Tage getrennt, den Grund erfahrt ihr im nächsten Bericht, ganz alleine bin ich aber nicht unterwegs, aber auch das erfahrt ihr beim nächsten Mal.
Liebe Grüsse von der Götterinsel, wo ich es mir momentan gutgehen lasse!

Inselwelt vor Labuan Bajo
Waran in der Nähe der Küche
Waran in Action
tolle Aussicht bei Spaziergang
Badestopp
saftige Reisfelder
auf dem Markt
Wasserfall in Moni
schwarzer See
Aussicht kurz nach Sonnenaufgang
hellblauer See
grünlicher See
Wir auf Kelimutu
Farbvergleich
Wanderung
Aufspannen für einen neuen Sarong
Schulkinder haben Pause
süssssssses Mädchen
Oma am Weben
Aussicht
die sind soooooo coooool :)

Mittwoch, 25. September 2013

Malang - Vulkan Bromo

Die Fahrt von Yogyakarta nach Malang dauerte ewig und drei Tage. Genauer gesagt: nach acht Stunden sollten wir unser Ziel erreichen, es wurden dann aber deren elf.
Den nächsten Tag nutzten wir um einen Transport zum Vulkan Bromo zu buchen. Gesagt - getan. Um 0.30 Uhr in der Nacht wurden wir vom Fahrer abgeholt und fuhren zwei Stunden in Richtung Osten. Dann mussten wir in einen Jeep umsteigen, welcher uns noch die letzten Kilometer hoch zur Aussichtsplattform fuhr. Kurz vor 4.00 Uhr trafen wir dort ein und wärmten uns erst mal mit Suppe und Tee. Wir befanden uns auf 2700 Metern und froren, wie wir das schon lange nicht mehr erlebt haben. Um 4.30 Uhr begann die Dämmerung und wir durften einen fantastischen Sonnenaufgang erleben. Hoch über dem Wolkenmeer hatte der Anblick etwas Mystisches.
Nachdem wir uns satt gesehen hatten, fuhr der Jeep uns zum Fuss des Bromo. Von dort waren es noch knapp 20 Minuten zu laufen, um auf den Kraterrand zu gelangen. Der Bromo ist ein aktiver Vulkan mit einer Höhe von gut 2300 Metern. Oben angekommen hatten wir einen atemberaubenden Einblick in den Kraterschlund. Aus dem tiefsten Innern wurden immer wieder Schwefelwolken hochgepustet, sehr faszinierend.
Unser Guide meinte wir hätten absolut Glück gehabt. Gestern noch hätte es so stark gewindet, dass einem der feine Staub ins Gesicht geblasen wurde, des Weiteren waren heute weniger Leute da als gestern. Es war wirklich ein absolutes Wow-Erlebnis, welches uns tief beeindruckt hat. Definitiv eines der Highlights unserer Reise.
Um 10.00 Uhr kamen wir ziemlich müde zurück ins Guesthouse und ruhten uns erstmal aus. Ausser Massage steht heute nichts mehr auf dem Programm. Morgen geht es dann weiter auf die nächste Insel.









Sonntag, 22. September 2013

Yogyakarta

In Yogyakarta verbrachten wir 2 volle Wochen, und wir könnten problemlos noch länger bleiben. Die Stadt hat eine sehr angenehme Grösse, die Leute im Viertel wo wir wohnen sind total nett, es hat tolle Restaurants, ein breites Angebot an Aktivitäten und mit der fantastischen Streetart strahlt die Stadt sehr viel Charme aus. Aber auch kleine Dinge wie eine Musikgruppe mit blinden Leuten, welche den Menschen das Warten an einer roten Ampel versüssen, machen den Aufenthalt hier so speziell.
Bei uns im Guesthouse wohnte auch das deutsche Mädel Anne, mit welcher wir uns angefreundet haben. Danke Anne für die tollen zwei Wochen mit dir, wir haben es sehr genossen. Wir wünschen dir für deine Zeit auf Sumatra alles Gute und viel Erfolg!
Wir wohnten für 2 Wochen im Puri Guesthouse in einem hübschen Apartment. Hier hatten wir ein Schlafzimmer, Bad, Küche und ein Wohn- und Essbereich für uns alleine und haben uns vom ersten Moment an zu Hause gefühlt. Sehr häufig haben wir die Kochgeräte benutzt und uns mal wieder leckere Pasta oder auch einfach ein Café complète zubereitet (wir haben nämlich eine gute Bäckerei entdeckt, welche zusätzlich noch leckeren Käse verkauft).
Der Grund für den langen Aufenthalt in Yogya: wir haben einen 2 wöchigen Sprachkurs in Bahasa Indonesia gemacht. Die Sprache ist zum Glück nicht allzu schwierig und wir stellten bereits nach einer Woche fest, dass wir mit den Leuten auf der Strasse ein paar einfache Sätze reden konnten. Davon ermutigt, erweiterten wir unseren Aufenthalt um eine Woche. Es macht schon Spass, wenn man dem Rikschafahrern oder Souvenirhändlern auf deren Sprache sagen kann, dass ihr Preis zu teuer ist. Und es ist erstaunlich wie schnell dann der erstgenannte Preis halbiert wird.
Am ersten freien Tag fuhren wir zum bekannten buddhistischen Tempel Borobodur, welcher sehr beeindruckend ist. Ein gelungener Ausflug. Bei der Hinfahrt fuhren wir an einer friedlichen Demonstration gegen die Missworldwahl vorbei. Das ist momentan ein grosses Thema hier.
Yogyakarta ist bekannt für seine schönen Batikarbeiten. In der bekannten Strasse Malioboro bietet ein Shop nach dem anderen Batikprodukte an, welche zum Teil wirklich unglaublich schön sind. Richtig geraten - wir konnten nicht immer widerstehen.
Am Donnerstagabend besuchte Louis die Ramayana Balletaufführung mit dem Prambanantempel im Hintergrund. Ein sehr schönes Schauspiel, welches zu einer Indonesienreise mindestens einmal dazugehört. Ich musste leider kurzfristig absagen, da mir mein Magen einen Strich durch die Rechnung machte.
Wir haben die Zeit hier sehr genossen und eigentlich wollen wir noch gar nicht weiter, aber das nächste Abenteuer ruft und der Minivan für morgen in der Früh ist auch schon gebucht!

Streetart

Streetart

Streetart

Streetart

Streetart

Streetart
Arbeiter

Schulmädchen
Borobodur

Borobodur

Borobodur

Borobodur
Rikschafahrt

Gudek und sonstige Köstlichkeiten

Sonnenuntergang über Yogya


unsere Küche

Schlafzimmer
Prambanan