Samstag, 15. September 2012

Xiamen–Gulang Yu

GulangYu ist eine Insel im südchinesischen Meer (so ungefähr gegenüber von Taiwan). Hier verbrachten wir drei wunderschöne Tage.
Die Insel ist autofrei, was wir wunderschön finden. Es gibt ganz viele alte Kolonialbauten, wunderschöne Gärten und es herrscht eine angenehme Ruhe. Dementsprechend langsam liessen wir es angehen. Bei heissen 35 Grad genossen wir die Aussicht vom Sunlight Rock, schlenderten durch herzige Gässchen, liessen uns vom Luft die Haare zerzausen, atmeten die Meeresluft gierig ein, staunten im Kalligraphie Museum, Louis genehmigte sich ein Austernomlette und wir liessen uns den Sand durch die Zehen rieseln. Aber schaut selbst:

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Dienstag, 11. September 2012

Guangzhou

Nach Guangzhou reisten wir erneut in einem Nachtzug, diesmal erste Klasse. Die Kabine war wunderschön und liess Erinnerungen an die Transsib aufleben. Morgens um 6.00 Uhr erreichten wir unser Ziel.
Wir hatten ein Homestay gebucht und klingelten am Sonntag in der Früh gleich mal die ganze Familie aus dem Bett. Die Unterkunft erwies sich als Glücksgriff. Die Familie war sehr nett und lud uns gleich zum Frühstück ein. Am zweiten Abend assen wir mit ihnen. Der Host servierte uns Ente, Crevetten, Muscheln, Tintenfisch und verschiedene Gemüse. Wow das war sehr lecker.
Wir nahmen es ziemlich gemütlich in Guangzhou. Am ersten Tag gönnten wir uns eine Fussmassage und assen leckere Reisrollen. Am zweiten Tag fuhren wir mit der Metro einige Sightseeing Punkte ab und liessen den Nachmittag in einem Park voll tanzender, singender und musizierender Chinesen ausklingen. Am dritten Tag schliefen wir aus und verbrachten den ganzen Nachmittag in einem Teehaus im Orchideengarten und lasen auf unseren Kindle’s.
Ja und am 12. September ging es auch schon weiter. Wir flogen von Guangzhou nach Xiamen. Am Flughafen passierte mir noch ein doofes Missgeschick. Ich verlor 2 Bankkarten. Dies schmerzt umso mehr, da Louis seine auch bereits abhanden gekommen ist. Naja, passiert ist passiert, ärgern hilft auch nichts mehr.

Guangzhou 007Guangzhou 038Guangzhou 045
Guangzhou 061Guangzhou 033

Freitag, 7. September 2012

Yangshuo

Der Weg nach Yangshuo (nahe Guilin) war lange aber angenehm. Zuerst fuhren wir von Zhangjiajie nach Changsha (5 Stunden), dort hatten wir 4.5 Stunden Aufenthalt und nutzten diese um bei Mister Li eine Nudelsuppe zu essen. Um 23.30 Uhr stiegen wir in den Nachtzug nach Guilin ein. Wir fuhren zum ersten Mal im 3. Klasse Abteil (jeweils 3 Betten übereinander und ohne Türe zum Gang) und waren positiv überrascht wie gemütlich es war. Der Nachteil war halt, dass wir nicht ganz so viel Schlaf bekamen wie sonst. Gegen 10.30 Uhr am nächsten Tag kamen wir in Guilin an und nahmen sogleich den Bus nach Yangshuo (nochmal 1.5 Stunden).
Den nächsten Tag verbrachten wir mit Velofahren. Es war sehr heiss und feucht, aber der Fahrtwind machte es erträglich. Der Weg führte den Yulong-Fluss entlang. Wir befinden uns in einer wunderschönen Landschaft aus grünen Karsthügeln (diesmal jedoch sanft und somit das pure Gegenteil zu Zhangjiajie), jede Menge Reis- und Lotusfelder, wir sahen erstaunliche Flaschenkürbisse und beeindruckende Wasserbüffel. Es war einfach nur fantastisch!!!
Heute (7. September) schliefen wir aus. Wir stärkten uns mit einem  ausgiebigen Frühstück (inklusive “Swiss Müsli”) und starteten einen weiteren Ausflug um 11.00 Uhr. Zusammen mit einem Angestellten des Hotels fuhren wir mit dem Bus 1.5 Stunden hoch nach Yangdi. Dort stiegen wir auf ein Bambusboot um und fuhren den Li Fluss runter nach Xingping. Links und Rechts von uns rauschten die Karsthügel vorbei und wir assen gemütlich unser leckeres Nudelgericht aus der Garküche (wir sind mittlerweile schon fast Profis wenn es um das Essen mit Stäbli geht ;)). Worte können nicht beschreiben wie toll es war, schaut euch einfach die Bilder an und ihr werdet sehen was wir sagen wollen.
Wir geniessen also die Natur, das leckere Essen, unsere Freiheit und das Glück in vollen Zügen und grüssen euch ganz herzlich aus diesem fantastischen Land.
Louis und Stefanie

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Zhangjiajie

Nach einer ungemütlichen 5 stündigen Zugfahrt erreichten wir gegen Abend die Stadt Zhangjiajie. Von dort fuhren wir mit dem Taxi nochmal eine dreiviertel Stunde zum Dorf Zhangjiajie. Dieser Ort liegt in den Provinz Hunan und ist berühmt für seine dramatische Karstlandschaft (sieht aus wie im Film Avatar).
Am nächsten Morgen kauften wir uns ein teures Ticket für den Nationalpark (was sich aber definitiv ausbezahlt hat). Es gibt jede Menge Möglichkeiten zum laufen/wandern. Und innerhalb des Parks verkehren Busse, welche im Eintrittsgeld inkludiert sind.
Wir entschieden uns für einen Weg den Fluss entlang, genossen die wunderschöne Natur und staunten über die ulkigen Steinformationen. Gegen Mittag machten wir Rast und nahmen danach einen Bus zur Talstation einer Sesselbahn. Leider regnete es mittlerweile ziemlich stark und wir sahen oben etwa genau nichts. Schade. Wir konnten nur erahnen wie schön es wäre bei Sonnenschein. So machten wir uns wieder auf den Weg nach unten und weiter zum Hotel.
Am nächsten Tag hatten wir mehr Glück mit dem Wetter. Wir fuhren diesmal mit einer anderen Seilbahn auf einen Berg hoch und hatten eine fantastische Aussicht über die ganzen Türme. Dort machten wir einen Rundgang um den Berg bevor wir uns an den Abstieg machten (bis uns die Knie schlotterten).
Am nächsten Tag wartete ein anstrengender Reisetag auf uns.
Liebe Grüsse, Stefanie und Louis

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Freitag, 31. August 2012

Flusskreuzfahrt auf dem Jangtse

In Chongqing haben wir nicht viel gemacht. Wir schauten uns ein bisschen in der Stadt um und gingen ein bisschen shoppen.
Am 27. August startete unsere 3 tägige Flussfahrt durch die drei Schluchten auf dem Jangtse, dem längsten Fluss Chinas. Gegen Abend checkten wir auf dem Luxusdampfer ein. Wir hatten eine schöne Kabine mit Balkon. Bis zur Abfahrt schauten wir uns auf dem Sonnendeck noch Chongqing bei Nacht an und lernten erste Leute kennen. Mit uns an Bord waren ein nettes österreichisches Ehepaar aus Wien und ein Vater mit seinen zwei Kindern aus Stuttgart. Gegen 21.30 Uhr legten wir ab.
Die erste Nacht auf dem Schiff war sehr angenehm und ruhig. Um 6.30 Uhr wurden wir mit Musik geweckt. Dies sollte nun jeden Morgen so sein. Gleich nach dem Frühstück ging es auf zum ersten Landgang. Wir besichtigten die Geisterstadt Fengdu. Dieser Ort wurde 2007 völlig neu gebaut, nachdem ihr Vorgänger geflutet wurde.
Von 1992 bis 2007 wurde bei Yichang eine riesige Staumauer (der Drei-Schluchten-Damm) gebaut. Sie kann Energie produzieren, welche der Anzahl von 13 Atomkraftwerken entspricht. In der Regenzeit können damit 5% des Energiebedarfs von ganz China abgedeckt werden. Doch die Staumauer hat eine Schattenseite. Durch die Stauung des Flusses wurden zig Dörfer vollständig geflutet und auch viele historische Städte verschwanden in den Wassermassen. Mehrere Millionen Menschen wurden umgesiedelt. Ganze Städte wurden höher am Hang neu erstellt. Vor allem Bauern hatten es schwer. Sie mussten auf das ertragreiche Schwemmland verzichten. Die höhere karstige Hanglage mit rauerem Klima eignet sich weniger für den Anbau. Experten vermuten, dass die Bauern nur etwa einen fünftel des ursprünglichen Ertrags erwirtschaften können. Die Stauung hat aber auch etwas Gutes. Zuvor war der Fluss sehr wild und unberechenbar. Öfters kam es zu Überschwemmungen, welche tausende von Toten forderten. 
Am Abend des ersten Tages fand dann das Willkommens-Apéro des Kapitän's statt. Später am Abend gab es eine Talentshow der Crew. Hier wurde getanzt und Karaoke vorgeführt. Das war sehr amüsant.
Am zweiten Tag machten wir einen Bootsausflug zu den kleineren drei Schluchten, welche noch etwas imposanter sind als ihre grossen Schwestern. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Balkon mit lesen und genossen die Ruhe. Am Abend gab es wieder ein leckeres Abendessen, dieses Mal bereits das Abschiedsdinner. Danach schauten wir uns auf dem Sonnendeck dem Prozedere der Schleuse zu. Wir fuhren durch 4 Schleusen und waren am Ende ca. 90 Meter tiefer. Das Ganze dauerte ungefähr vier Stunden - Faszinierend.
Ja und am nächsten Tag waren wir schon fast am Ziel. Wir machten dann noch einen Ausflug um die Staumauer und die Schleusenanlage von oben zu besichtigen. Dann legten wir die restlichen 40 Kilometer bis Yichang zurück, wo wir von Bord gingen und im Hotel eincheckten.
In Yichang gibt es nicht viel zu sehen, daher nutzen wir die Zeit unsere Weiterfahrt zu organisieren.
Liebe Grüsse, Louis und Stefanie





Sonntag, 26. August 2012

Chengdu–Chongqing

Wir erreichten Chengdu am Dienstag 21. August nach eineinhalb Stunden Flugzeit. Chengdu ist eine 10 Millionen Stadt in der Provinz Sichuan. Dieser Teil Chinas ist sehr bekannt für sein feuriges Essen und das haben wir dann natürlich auch gleich ausprobiert. Es schmeckte wie (fast) immer köstlich.
Am nächsten Morgen machten wir einen Ausflug zur Pandazuchtstation und amüsierten uns ab den herzigen Tierchen. Am nächsten Tag machten wir uns auf zum Busbahnhof und kauften uns dort ein Ticket nach Leshan. Dort befindet sich der grösste Buddha der Welt. Am Zusammenfluss von drei Flüssen wurde er vor langer langer Zeit aus dem Felsen gehauen und hat eine beachtliche Höhe von 71 Meter. Der Buddha ist sehr imposant und der Spaziergang dorthin war auch wunderschön!
Im Bus nach Leshan lernten wir Florence aus Hongkong kennen. Wir verbrachten den ganzen Tag mit ihr und genossen es sehr, eine chinesisch sprechende Begleiterin zu haben, welche uns viel erklären konnte und uns auch mit Übersetzen half. Sie fragte uns, ob wir schon den berühmten Hotpot (Feuertopf) gegessen haben. Wir verneinten und sagten ihr dass dies noch auf unserer ToDo Liste steht. Sogleich zückte sie ihr Handy und rief ihren Freund in Chengdu an, welcher ein Restaurant für den Abend reservierte.
So hatten wir also das Glück mit Jeff und Florence auch den Abend verbringen zu dürfen und ein super Hotpot geniessen zu können. Zu diesem Gericht möchte ich noch etwas mehr erzählen: Man vermutet, dass dieses Gericht ursprünglich aus der Mongolei stammt. Dort ist es aber mittlerweile völlig unbekannt. In China ist es zwar fast überall erhältlich, doch die berühmteste Art kommt aus Sichuan und Chongqing. Eigentlich könnte man es als Fondue Chinoise bezeichnen, aber ich denke wir Schweizer könnten uns da noch so einige Sachen abgucken. Die Brühe wird nach einem unveränderten Rezept zubereitet. Man kann sie scharf oder mild bestellen, oder wie in unserem Fall beides und man erhält einen zweigeteilten Topf. Dieser wurde in eine in den Tisch eingelassene Ausbuchtung gegeben, welche mit Induktion betrieben wird. Die Zutaten reichen von Fleisch über Innereien zu Fisch und Meeresfrüchten bis Pilz, Gemüse, Tofu und Reiskuchen etc. Der Vorgang ist derselbe wie beim Chinoise, nur die Saucen sind dann wiederum anders (nicht so fettig und Majonäse haltig). Wir assen fast bis Mitternacht und genossen die super Gesellschaft. Als der Abend sich dem Ende neigte, waren wir bereits verabredet für das Mittagessen am nächsten Tag.
So assen wir am nächsten Mittag in einem noblen 4-Sterne Hotel. Jeff arbeitet dort und wir bekamen die ganzen Köstlichkeiten aus der Kantonesischen Küche aufgetischt. Dieses Mal waren auch Hühnerfüsse dabei (speziell aber gar nicht schlecht, wie Pouletflügeli aber mit weniger Fleisch dran). Als Jeff wieder zur Arbeit musste, führte uns Florence in ein Kaufhaus und wir liessen uns zeigen, wie der Tee richtig aufgegossen wird. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in einem Teehaus und als Jeff fertig gearbeitet hatte, gingen wir wieder zu viert zum Abendessen (jaja wir essen und trinken viel hier). Dieses Mal gab es Sichuan Style und auch diese Mahlzeit war super lecker.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug weiter nach Chongqing. Hier werden wir 2 Nächte verbringen und am 27. August startet von diesem Ort unsere Kreuzfahrt auf dem Jangtse Fluss. Diese führt uns durch eine wunderschöne Landschaft mit 3 Schluchten. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darauf!
Liebe Grüsse aus dem heissen Chongqing. Louis und Stefanie
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Donnerstag, 23. August 2012

Xi’an

Am Samstag nahmen wir den Zug von Beijing nach Xi’an. Die Fahrt im supermodernen Hochgeschwindigkeitszug war sehr angenehm und dauerte 9 Stunden.
Das jetzige Hostel ist sehr hübsch in einem alten Hofhaus gelegen, besonders schmuck sind die schönen Torbogen (siehe letztes Bild).
Am ersten Tag regnete es von morgens bis abends. Nichtsdestotrotz spazierten wir einige Stunden durch die Stadt, erkundeten das muslimische Viertel, wo es überall fantastisch duftete und spazierten schlussendlich auf der alten Stadtmauer in zwei Stunden von Südwest bis Nordost.
Den zweiten Tag verbrachten wir bei der Terrakotta Armee. Diese wurde 1974 von einem Bauern entdeckt, als er ein Loch für einen Brunnen bohrte. Auf vier Metern Tiefe stiess er dann auf diese einzigartige Stätte. Der erste Kaiser von China hatte sich lange vor seinem Tod eine Armee mit knapp 8000 Kriegern aus Ton erbauen lassen. Die Soldaten sind lebensgross. Das Spezielle daran ist, dass jede Figur ein anderes Gesicht hat. Diese Figuren sollten den Kaiser im Totenreich beschützen. Diese Anlage ist sehr faszinierend. Der Bauer, welcher die ganze Anlage entdeckt hatte, hat heute einen guten Job und veröffentlicht Bücher über die Terrakotta Armee. Oft sitzt er dann beim Eingang der Anlage und wenn man ein Buch kauft, signiert er dieses und lässt sich fotografieren.
Morgen geht es bereits weiter nach Chengdu. Liebe Grüsse Stefanie u Louis
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